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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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nützes Opfer, und nur in der Verschwörung verstecken, ja heben sich die Verräther nndMemmen, welche das weihe Tageslicht nicht leiden können nnd den Schatten der Nachtsuchen, um ihre Niederträchtigkeit zu verdecken, nnd sich mit der Illusion zu schmeicheln,daß sie doch zu etwas taugen. Die Verschwörung endlich macht die Menschen vertrautmit der Lüge nnd dem Meineide, und indem sie das Gewissen beirrt, verrückt sie alleBegriffe von Tugend nnd Verbrechen, untergräbt das Vertrauen der Nation zur eigenenKraft gleich wie deren Achtung bei den Fremden".

6) S. IS. Deutsche Reisende, wenigstens von der preußischen Seite her, hatten sichüber Schwierigkeiten oder Unannehmlichkeiten nicht zu beschweren; sic wurden, wennsich die Pässe in Ordnung fanden, mild nnd selbst artig behandelt; Correspondenzvonder polnischen Gränzc" vom 26 . Oktober; A. A. Ztg. Nr. 310 v. S. November 1848 Beil.S. 4804 f. Dagegen wurde ans Galizien über Verkehrsstockung und dadurch herbeige-führte Verluste in großem Maßstabe geklagt; s. Correspondenzvon der russischenGränze, 15. December" der Breslauer Ztg. (abgedrnckt im Prager Abendblatt Dec.1848 S. 997 f.). Das Lemberger Gnbernin», stellte seinen Angehörigen ans Verlange»zwar Pässe ans, überließ aber das weitere ihnen selbst, worauf sich diese unmittelbarnach St. Petersburg wenden mußten nnd die Bewilligung des Eintrittes ans russischesGebiet nur dann erhielten wenn die Polizei ihrem Rufe nichts anhaben konnte.

7) S. 17. Unter den damals gefänglich Eingezogenen befanden sich, nach einerNotiz desSiebenb. Boten", auchWinterhaldcr einer der ausgezeichnetsten Deutschen,nnd Raniger ein ruhiger ehrcnwcrther Handelsmann; beide österreichische Staatsbürgerans Wien gebürtig".

8) S. 17. Uebcr die Eindrücke welche diese Kundmachung in den reform-freundli-chen Kreisen der Fürstcnthümer hervorricf, so wie überhaupt über das damalige Waltender Russen daselbst s. A. A. Ztg. Beil. 1849 zu Nr. 2 S. 2S s.

9) S. 18. Herr von Eisenbach hatte um jene Zeit überhaupt keine beneidenswertheStellung in Jassy, wie ein Vorfall zeigt als er sich wegen seiner mit Militär-Eingnar-tirnng belasteten Schutzbefohlenen unmittelbar an den Fürsten Stnrdza wandte. Ans dieBemerkung unseres Agenteindaß, wenn die durch sonnenklare Tractate mit der Pforteden österreichischen Staatsangehörigen zngesagten nnd gewährleisteten Rechte nnd Pri-vilegien, die mithin auch einen entsprechenden Unterschied in der Behandlnngswcisc derOesterreichcr Hierlands den Inländern gegenüber zur nothwendigen Folge haben, inden Angen der moldauischen Regierung keine Beachtung verdienen, er nicht recht ein-sehen könne wozu eine k. k. Agcntie in der Moldau überhaupt von nöthcn sei, da dochdas Object mangle zu dessen Schutze nnd Pflege sie eigentlich eingesetzt sei nnd fort-während seit dem I. 1783 daselbst in amtlicher Thätigkeit eristire", replicirte der Fürst:daß er gleichfalls die Nothwendigkeit einer österreichischen Agentie in der Moldau nichtbegreifen nnd namentlich der vorliegenden Beschwerde um so weniger abznhclfcu sichgeneigt finden könne, als er selbst vom Kaiser von Oesterreich in seinen Eigenthums-rechtcn durch eine förmlich sanetionirte Beraubung Verletzt sei, indem er durch dieAufhebung des Unterthänigkeitsverhältnisscs nnd aller bänerlichen Grund- nnd persön-lichen Lasten ans seinen bedeutenden Gütern in der Bukowina erhebliche Einbuße er-leide". Herr von Eisenbach soll hierauf mit Abnahme seiner Flagge vom Agentie-Ge-bände nnd mit gänzlichem Abbrechen seines amtlichen Verkehrs gedroht haben; mitt-lerweile erwartete er bestimmte Berhaltnngsbefehle. Correspondenz ansJassy, 1. No-vember" derPresse" 1848 Nr. 113 v. 15. Nov. S. 443 f. Die Deutschen inJassy hofften viel von der Frankfurter Central-Gewalt nnd meinten den VertreterPreußens Baron Richthofcn, der seit einiger Zeit mit Urlaub abwesend war, alsGe-