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mmg zu Gunsten der Posthalter, für jedes überzählige Pferd in ihrem Stalls einenZuschuß ans dem Staatsschätze zn verlangen; so gab es das s g. Siebenkinder-Decretlaut dessen der Vater von mehr als sechs Knaben den siebenten auf Staatskosten er-ziehen lassen durfte. Die Regierung hatte sich anfangs geweigert solchen Forderungenz„ entsprechen, war aber in allen Processen, die ans jenen Titeln gegen sie angestrengtwurden, zuletzt sachfällig geworden was sie ein hübsches Geld kostete. Jetzt wurde eineCommission von drei Rechtsgelehrten, Metman, de Pinto und Olivicr zusammengesetztwelche alle diese veralteten Gesetze revidiren und deren Abschaffung oder AbänderungVorschlägen sollte.
4 ) S. 10. Korrespondenz Kopenhagen 24 . December 1848 „Lloyd" Nr. 2 v. 2.Januar 1849 .
5 ) S. 15 . Wir kennen den Aufsatz nnr ans einem ausführlichen deutschen Ans-zuge im „Oester. Cor." 1849 Nr. 30 v. 7 . n. 31 vom 8 . Febrnar. Es sei gestatteteinige Stellen daraus anznführen. Unter der Aufschrift „Gewissenserforschnng" heißtcs; „Das Großherzogthnm Posen erhielt außer jenen Freiheiten, wie Galizien, nochdie Erlaubnis zur Bildung des ächten Nationalheereö. Ans die Kunde davon flog dieVersailler Centralisation, umgeben von ihren Anhängern, mit Dampfesschuelligkeitherbei. Es kamen auch einige der begabtesten und verdientesten Mitglieder der Emigra-tion, welche, die Pläne der Centralisation voranssehend, ihr nacheilten, um das Vater-land von solchen nnnmstchtigen Bundesgenossen zn retten. Doch ^umsonst waren ihreWarnungen. Die Mehrzahl bog unbedingt den Nacken unter das Joch der Centrali-sation, und nicht gewitzigt durch das neueste und schmerzliche Beispiel, empfing diesegroßem Theils die sich mit nichts empfehlenden Helden aus Versailles als Erlöser undAnführer. Die Folgen dieser unerklärlichen Verirrung der Großpolen sind bekannt, sieheißen Vernichtung des Keimes des polnischen Heeres und der kaum erlangten Frei-heiten, Zerrüttung der Vorräthe und Habe, Raub Brand und Mord, Verwandlungder Sympathien der Preußen und der Bereitwilligkeit zum Einstehen für Polen in denbittersten Haß, endlich Vereinigung des größeren Theiles des Landes mit dem deutschenReiche. Der einzige Vortheil, den das Land gewann, war die Ucberzengnng von derUnfähigkeit der Versailler Theoretiker, das Schiff der Nation zn führen". Sehr bedeut-same Worte spricht der Verfasser über die Verschwörungen: „Die Geschichte aller Länderund Zeiten beweist es, daß Verschwörungen nnr selten gelangen, wenn es sich darumhandelte einzelne Personen zn beseitigen; aber wenn es sich um politische Veränderun-gen handelte, so dienten die Verschwörungen immer zur Kräftigung der Partei, gegendie sie gerichtet waren, und znr Vernichtung der verschworenen Partei. Unsere letzteGeschichte liefert uns fortwährend Beweise dieser Wahrheit, und man kann sagen: daßwir ein zähes inneres Leben gehabt haben, wenn wir zn unserem eigenen Selbstmordeso viel Verschwörungen verbrauchen mußten. Es schien uns immer, als wenn die Regie-rungen nnr darum so sorgfältig bei uns Verschwörungen aussorschten und straften,weil sie dieselben fürchteten! . . Mit Nichten! . . Dies geschah weil wir in der Thatder Regierung in den Verschwörungen nnr die Gelegenheit zn unserer Verfolgung bo-ten, zn welcher sie sonst keinen scheinbaren Anlaß gehabt hätte; so führten wir Wasserauf ihre Mühlen. Eine Verschwörung im ausgedehnteren Maaße kann niemals gelin-gen, denn ihre Thätigkeit scheitert immer an der Uuzeitigkeit, Ihr fehlt Einigkeit undGleichförmigkeit im Handeln, aber auch Geschick zum Ergreifen des passendsten Mo-ments; dessen was die Franzosen so treffend mit dem Worte „I'äxroxcm" bezeichnen,dies ist aber eine conelliio sins gun non zum Gelingen einer jeden Bewegung. DieVerschwörung nützt vor der That die kräftigsten Leute ab, die edelsten fallen als nn-