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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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noch Lebens- und Widerstandsfähigkeit vorhanden ist entweder durch die rohe Gewaltder Massen, oder ans dem Wege der Verständigung zwischen den Berechtigten.

Die Wahl sollte, meinen wir, selbst den dieses Opfer bringenden Fürsten nichtschwer fallen, im Angesichte der unerbittlichen Thatsachen-, im Gefühl der eigenen Ohn-machtin der Erkenntnis daß nur der Anschluß an die Kräftigen sie retten könne; inder Nebcrzengnng, die wir in ihnen zu bestärken trachten werden, daß sie, im Falle derNichtannahmc dieses einzigen NnsknnstsmittelS, auf Oesterreichs und Preußens Beistandnicht weiter zu zählen hätten.

Eine Schwierigkeit, neben vielen anderen, ans die wir bei der Ausführung dieserEntwürfe gefaßt sein müssen, liegt in der engen Verbindung des russischen Hofes mitmehreren deutschen Fürstenhäusern, mit Weimar, Oldenburg, Altcnbnrg, Hessen-Darm-stadt. Es ist kaum zu bezweifeln, daß manche der letztem in St, Petersburg einen Rück-halt suchen werden, um der Entsagung eines Thcilcs ihrer Hoheitsrechte zu entgehen.In dieser Voraussicht, fand ich mich hauptsächlich veranlaßt Ew, Erc, so ausführlichüber einen Gegenstand zu schreiben, der Ihren Wirkungskreis vorerst nur in mittelbarerWeise berührt. Nicht als ob der Gegenstand dieses Privatschrcibenö schon jetzt für eineamtliche oder auch mir vertrauliche Besprechung mit dem russischen Cabinete sich eignete,aber weil Hochd, gerüstet sein müssen, etwaige Anfragen mit voller Sachkenntnis znbeantworten. Ich überlasse den Gebrauch den Sie von meiner Mittheilnng machenwerden, mit vollem Vertrauen Ihrem Tacte und Ihrer Gcschäftögcwandtheit, Gelingtes Ew, Erc,, wie ich kaum zweifle, wenn einmal der rechte Augenblick gekommen ist,das russische Cabinct von der Nothwendigkeit der angedcnteten Opfer zn überzeugen, sowird ein hemmendes Entgcgentreten Rußlands nicht wohl zn besorgen sein. Daß wirbei dem Umgestaltnngsproceße die Interessen aller Betheiligten nach Kräften zn wahren,daß wir nur das kleinste Maß jener Opfer verlangen, und nur auf dem Felde der Ver-einbarung unter den souverainen Häusern zn dem vorgestecktcn Ziele zn gelangen trachtenwerden, dafür bürgt das in dem Kaiserhanse erbliche Rechtsgcfühl, unsere Achtung vordem erworbenen Rechte, endlich eine richtige Auffassung der eigenen Interessen, welchemir ans diesem Wege wirksam gewahrt und gefördert werden können.

Empfangen rc.

7. Schwarzenberg an Brühl (Concept).

Wien, 17, Januar 1849,

Die Ausarbeitungen, welche den in Olmüz besprochenen hochwichtigen Gegenstandbetreffen, werden durch den Hrn, Grafen von Tranttmansdorff in Ihre Hände gelangen.Ich habe mich darin so genau als möglich an die Grnndzüge gehalten, welchemir durch die Andeutungen des Königs an die Hand gegeben waren, und von demabstrahirt, was mit den Ansichten Sr, Majestät nicht in Ucbcreinstimmnng zn seinschien.

Erlauben Sie mir wiederholt die Nebcrzengnng ansznsprcchcn, daß der in dergegenwärtigen Denkschrift angegebene Weg der einzige ist, der znm Ziele führen undein einiges großes Deutschland Herstellen kann,

Herrn von Gagern's Worte an den Ausschuß vom S, d, M, haben die son-verat neu Tendenzen der Nationalversammlung klar ausgesprochen.

Um diese Tendenzen zn verwirklichen, muß Oesterreich ans Deutschland hinaus-gedrängt, die Sonverainetüts- und Hoheitsrechte stimmt lieh er Fürsten confiscirt und