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III. 2S. Kincaum — Dannamch — Schlik.
näckig verweigerte; nach langem Strauben „borgte" der Festungs - Com-mandant dem General 2 Escadrons Uhlancn auf ganz kurze Zeit. Dam,war das kaiserliche Militär mit dem Patriarchen uneins dem es Ueber-griffe vorwarf. Man verübelte es ihm daß er seine Wirksamkeit nichtauf die serbischen Granzer beschränke, sondern „zum Nnchtheil der gutenSache" auf die Walachisch-Banater ansdehnc und sich überhaupt so be-trage als ob er im ganzen Gebiete die einzige und oberste Autorität sei,Civil-Commissare einsetze, Officiers-Patente ausstelle, Verordnungen er-lasse, mit der kaiserlichen Regierung Noten wechsle rc. Nicht min-der trugen cs die Romanen schwer, die zahlreich zum geistlichen Sprengeldes Patriarchen gehörten, während dieser im ganzen Gebiete der Woi-wodschaft alles ans serbischem Fuß einrichtete. Nicht blos die hohen geist-lichen Würden waren beinahe nur in serbischen Händen, auch die Beam-ten in den Comitaten und Communen wurden fast ausschließend der be-vorzugten Nation entnommen, so daß die Romanen es bei der neuenWirthschaft kaum besser hatten als bei der früher» magyarischen, und Un-terschriften zu einer Petition an den Kaiser sammelten sich ihren sieben-bürgischen Namensbrüdern nnschließen zu dürfen. Von serbischer Seitegeschah alles mögliche einen Schritt zu Hintertreiben den sie als staats-gefährlichen Anschlag ausschrien; einzelne Romanen die in unvorsichtigerWeise ihrem Misvergnügen Worte liehen wurden festgenommen u. dgl.
Das ärgerlichste aber war der Hader in der serbischen Nation selbst. Als IRajaciö in der zweiten Hälfte December seinen Sitz nach Semlin ver-legte umgab er sich mit einem Hofe ergebener Anhänger, trieb die wider-spänstigen Elemente aus allen einflußreichen Stellungen, richtete die ganzeAdministration so ein daß er allein das Ganze der Verwaltungs-Maschineübersah und leitete, ohne den nationalen Odbor weiter zu berücksichtigenals eben die Einhaltung der Form erheischte. Kein Wunder daß ein-zelne Patrioten, im Bewußtsein durch eigene Kraft ihren Antheil an dernationalen Selbständigkeit sich errungen zu haben, einen Ausgleich mitden Magyaren auf gütlichem Wege nicht mehr unbedingt von sich wiesen,lieber durch unmittelbare Verhandlungen mit dem Gegner sich ihr Rechtsichern als auf die Gnade des kaiserlichen Hofes, als dessen gefügigesWerkzeug sie Rajaci« ansahen, warten wollten. Znm vollen Ansbrnchkam der Zwist als der ehrgeizige Stratimirovia ans die Nachricht vomTode Suplikac' aus Olmüz in seine Heimat eilte und dort, nach derWürde eines Woiwoden lüstern, ganz offen um persönlichen Anhang