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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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III. 25 . Knicamn Dainianich Schlik.

fort, und wenn man den unabsehbaren Zug der Unglücklichen betrachtete,die sich von Kummer und Roth gebeugt kaum nothdürftig bekleidetdurch die nnwirthbare schneeverwehte Haide dahin schleppten, wennman sah wie hier ein krankes Weib, dort ein müdes Kind, weiterein alter Mann erschöpft nieder sank und zurückblieb um nie mehr nach-znfolgen, und die Andern, noch die gefrorne Thräne in den Wim-pern, rastlos vorwärts eilen mußten um nicht der Mordlust der Serbenzur Beute zu fallen, dann ward auch das sanfteste Gemüth von wilderRachewuth erfaßt und die Faust griff krampfhaft nach dem Schwert"

Der rauhe Damianich betheuerte selbst, sein schwerster Tag während desganzen Feldzugs sei es gewesen, als er den Befehl an die verschiedenenGarnisonen abschickcn mußte den Boden zu verlassen den sie sieben Monatelang in so unausgesetzten und heißen Kämpfen zu behaupten gerungenhatten. Am 16. Januar begann der Rückzug, in kleinen Märschen umder Bevölkerung Zeit zum Anschluß zu lassen, über Nagy-Bccskerck Mo-tivs Hatzfeld. In der Backa leitete Vcscey den Abmarsch, löste das La-ger von Verbasz ans, entließ die schwankenden Osficiere, nahm den ver-bleibenden einen neuen Eid der Treue und des Gehorsams ab und rückteüber Csantavär, wo er die aus den verschiedenen Theilen des Landstrichseintreffenden Truppen sammelte, 21. und 22., in nördlicher Richtungweiter.

Ans einem einzigen Punkte gab es einen kleinen Strauß. GeneralThodorovie, mit Major Herdy als Generalstabs-Chef an der Seite, wareinen Tag nach dem Pancovcr Schlage eingetroffen um den obersten Befehlüber das serbische Armee-Corps zu übernehmen das sich durch Zuzüge ausdem Fürstenthum fortwährend verstärkte; auch Zigeuner kamen herübervon denen man eine Anzahl beritten machte um sie bei Verfolgung desFeindes zu verwenden. Der 19. Januar wurde zu einem Unternehmengegen Wcrschetz ausersehen; Knicamn, der fürstlich serbische Major SavaJovanoviö, Kossaniö u. a. commandirten unter Thodoroviä der selbst dasCentrum führte. Am 17. wurde von Pancova aufgebrochcn, gegen 3Uhr morgens am 19. Zichydorf erreicht, dessen Bewohner, von dem Na-hen der Kaiserlichen alarmirt, in angstvoller Eile mit Kind und Kegeldas weite suchten. Aber Knicanin's Vorposten ließen sie nicht durch, dieWagen wurden als gute Beute erklärt und auf dem Platz unter Wachegestellt. Da standen nun, ein Bild des Schreckens und heilloser Ver-wirrung, dreißig bis vierzig mit Kisten Federbetten Geflügel Tischen-