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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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4 7. Die österreichische Frage vor dem deutschen Parlament.

in den Tagen des Vormärz sein Name überall in erster Reihe genanntwurde wo es galt ans den verrotteten Zuständen und verfahrenen Ge-leisen des Shstems einen Ruck heraus zu thun, so bei der Verfechtungder landtäglichen Rechte und Befugnisse des vierten Standes, bei der imHerbst 1847 angeregten Petition um Aufhebung des Censur-Zwanges; wieihm am 12. März 1848 der Ruf ward, jene Adresse zu entwerfen womitdie Petition der Wiener Bürger an die Stufen des allerhöchsten Thronesgebracht werden sollte; wie er unter jenen Ständc-Mitglicdern war dienach Bewilligung der Constitution am 16. März in den provisorischenn. v. Ausschuß berufen wurden: so begegnen wir ihm andrerseits nir-gends wo sich der Volkswille ungestüm und gewaltsam ans der StraßeGeltung verschaffen will, finden ihn vielmehr alsbald bestrebt der herein-brechenden Gesetzlosigkeit und Rohheit einen Damm zu setzen, Staat undGesellschaft vor dem Abgründe zu bewahren in den sie entfesselte Leiden-schaften zu stürzen drohten. In den ersten Tagen April von der Regie-rung als Vertrauensmann dem Frankfurter Siebenzchncr-Ausschuß beige-gcben traf ihn nach Collorcdo's Rücktritt die Ernennung zum kaiserlichenPräsidial-Gcsandten am deutschen Bunde, 14. Mai, und die Wahl seinerLandsleute (Stadt und Bezirk Tuln) in die deutsche National-Versamm-lnng. Sein erstes bedeutenderes Auftreten war am 26. Mai, wo er sichum die wegen der Mainzer Vorfälle am 21. von der Linken maßlos an-gegriffenen preußischen Besatzungs-Truppen annahm. „Es ist heute denOcsterrcichcrn alles Lob gezollt worden", sagte er; „die Mannszucht un-serer Heere ist, ich darf cs mit Stolz sagen, allbekannt, sie bestätigt sichnicht bloS in Mainz sondern findet überall Anerkennung wo kaiserlicheTruppen sind. Allein dieses Lob ist nicht so unbefangen gegeben als esscheinen will; es ist gegeben um bei der österreichischen Besatzung vonMainz die Bande der Kameradschaft und Brüderschaft die sie mit derpreußischen Garnison verbinden zu lockern. Doch der österreichische Soldatist Waffengcfährte des Preußen, des Bahern, des Hessen und eines jedenDeutschen mit dem er entweder gegen den Feind nach außen oder zurBekämpfung der Anarchie nach innen geführt wird". Donnerndes Bravoerscholl nach diesen Worten durch den Saal, dem freilich im weitern Ver-lauf seiner Rede, als Schmerling den Satz aussührte daß sich österrei-chische Truppen in ähnlicher Lage nicht anders würden benommen habenals die preußischen in Mainz, laute Zeichen des Misfallens von denBänken der Linken antworteten. Doch das focht den Redner nicht an, das