Frankfurt »nd das Kremsicrer Programm.
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und Vernichter Blums, bilden würden. Noch machte der Reichs-Mini-ster des Acnßern einen Versuch durch ein friedsam warnendes Blatt densichtlich heraufzichcndcn Sturm zu beschwören. „Wir rechnen darauf",schrieb Schmerling am 18. November nach Olmüz. „daß das österrei-chische Ministerium, was ncugcbildct an den Vorgängen der letzten Wochenkeinen Theil hat, entschieden in der constitutionellen Richtung sich bewegen,daß cs die öffentliche Meinung achten, den gerechten Ansprüchen des Vol-kes Rechnung tragen werde. Wir können nicht verlängnen daß es diesesvertrauensvollen Benehmens sehr bedarf um die öffentliche Meinung zuversöhnen, die bei den Vorfällen der letzten Zeit genügend Anlaß hatte diedeutsche und freisinnige Richtung der österreichischen Regierung zu bezwei-feln". Die ohne Frage sehr wohlgemeinte Mahnung kam zu spät, dasProgramm von Kremsicr war fertig, am 27. wurde es unter lautemBeifall der Kammer verlesen, am 28. mit einem Schreiben Schwarzcn-bcrg's an den kais. Bevollmächtigten in Frankfurt von Menßhengen ge-sandt. „Weit entfernt", hieß cs darin, „Oesterreich Deutschland entfrem-den zu wollen, sind wir vielmehr bereit mit der Reichs-Central-GcwaltHand in Hand zu gehen und, was das künftige staatliche Verhältnis zuDeutschland anbelangt, der Entwicklung der beiderseitigen inncrn Zuständein keiner Weise vorzugreifen".
Das deutsche Parlament war unter Verhältnissen zusammcngetreten,die von jenen wie sie sich im Spätjahr 1848 gestalteten durchaus ver-schieden waren In einer Zeit wo in allgemeinem Taumel alles durch-einander ging, hatten sich die Herren am Main auch ihren Theil daranheransgenommen: den Allmachts-Wahn. Von keiner maßgebenden Seitewar ihnen der Beruf geworden über deutsches Land und Volk, über Re-gierungen und Staaten nach eigenem unabhängigen Ermessen zu Gerichtzu sitzen: nur sie selbst waren es gewesen die sich diesen Beruf ein-gebildet und sich je länger je mehr in selben derart hinein geredet undgelebt hatten daß sie, nachdem mittlerweile in dem Umkreise ihrer ver-meintlichen Machtfülle so gewaltiges ohne sie und gegen sie geschehenwar oder zu werden im Begriffe stand, jetzt noch es als einen Eingriffin ihr Eigen, als Verrath und Auflehnung ansehen zu können meinten,wenn Mächte ersten Ranges wie Oesterreich und Preußen nicht ihre ge-horsamen Diener sein wollten. Ja, sie machten jetzt in der eilften StundeEntdeckungen für die sic von allem Anfang die Augen offen halten sollten.Der Kölner Ravcaux, „der ans dem Blonden in's Brünette übersetzte