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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Eröffnung der Parlaments-Sitzungen in Brandenburg.

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wie er sich bescheiden ansdrückte, „der Zufall vor 63 Jahren geboren znsein" brachte. Eine halbe Stunde nach 11 Uhr erschien das Ministerium,Graf Brandenburg an der Spitze. Der Namensaufruf ergab 154 Ab-geordnete, die Versammlung war somit beschlußunfähig. Dasselbe war am28. und 29. der Fall; am 30. fehlten zur Beschlußfähigkeit noch 20Köpfe. Schon ging man im Ministerium mit dem Plaue um für dieAnsbleibeuden die Ersatzmänner cinzubcrufen. Da trat am 1. Decembcrdie Opposition in Masse ein; sie waren, mehr als 80 an der Zahl, um9 Uhr morgens auf dem Bahnhof angekommen und hatten im Saal derEisenbahn-Nestauration Berathung gepflogen. Einer der Eintretcndcn,Schneider ans Schönebeck, verlangte das Wort zu einer persönlichen Be-merkung. Die Rechte widersprach. „Was in Berlin geschehen ist werdenwir. hier nimmermehr dulden", rief Peltzer ihm entgegen. Der Prä-sident ließ zuerst den Namensaufruf vornehmen, derselbe ergab 259 An-wesende, und ertheilte darauf Schneider das Wort der im Namen seinerMeinnngsgenossen eine Art Ncchtsverwahrung ablas: „sie seien erschienenweil das Präsidium sie nach Brandenburg beschicken habe, und um dieEinberufung ihrer Ersatzmänner abzuwenden; der Präsident von Unruhund die Vicc-Präsidenten Plönnies und Philipps seien ansgeblieben weilnoch mit der Einberufung der Abgeordneten beschäftigt; sic verlangtendarum eine Vertagung bis zum 4. December." Brünneck wollte zur Con-stituirnng des Bureaus schreiten. Schneider widersprach: „Präsident vonUnruh sei damit eben beschäftigt." Baumstark: „Wir kennen keinen Prä-sidenten von Unruh; die Wahle» vom 12. October hatten mit dem 12.November ihre Wirkung verloren". Weichsel: „Die Abgeordneten müssendurch das Präsidium einberufen werden, das ist gesetzlich; der Staats-anzeiger ist nicht Sache der Abgeordneten, am wenigsten wegen der Er-lasse eines Ministeriums das wir nicht anerkennen". Bravo von derLinken, ungeheurer Tumult von den andern Bänken, während dessen diekaum Eingctrcteneu den Saal wieder verlassen; nur einige blieben wiezur Beobachtung zurück. Jetzt war die Versammlung abermals beschluß-unfähig und konnte keinen Präsidenten wählen. Simons stellte den An-trag für alle bei dem letzten Namensaufruf Abwesenden die Stellvertretereinznbcrnfen, Daniels wollte sogar Neuwahlen ciugeleitet wissen; als derAntrag Simons zur Abstimmung kam waren 73 Stimmen dafür, 1 da-gegen, 82 enthielten sich des Votums. Zuletzt vertagte sich die Versamm-lung bis zum 7. December.

Geschichte Oesterreichs, Bd. IV.

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