Rcgienmgc'wcchsel üi Aegypten.
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Hoflentc mancherlei Einschränkungen cinführte. Nrit gleichem Ernst griffcr die Förderung des in argen Verfall gcrathcncn Heerwesens an, nur dieMarine schien cr zu vernachlässigen. Er genost den Ruf eines tüchtigenKenners der Geschichte, sprach und schrieb geläufig türkisch persisch ara-bisch; von den europäischen Sprachen kannte cr, der einfache SohnRninelienS, keine; die wichtigsten Artikel ihrer Journale ließ cr sich in'Stürkische übersetzen. Er war nie verheiratet; nnr von Selavinen hattecr drei Söhne, deren einer, Mustapha Beh, in Alexandrien unterder Leitung eines Franzosen weilte, während die zwei andern, AchmedBey und JSmail Beh, nach Paris ans Studien geschickt waren. Dienächsten Anwärter ans die Statthalterschaft waren Abas Pascha einEnkel Mehmed's — seinen Vater Tnssnu Pascha hatte er frülizcitig ver-loren — und Said Pascha ein Bruder Jbrahim's. Keiner von beidenstand in des letztem Gunst: der harmlose Said-Pascha wegen seinesHangs zur Verschwendung, der crstcre wegen des grossen Anhangs dencr in den Elasten der lllcmas und Schecks so wie der mächtigeren Be-sitzenden hatte. Ibrahim beabsichtigte ihn ans der Mitte seiner unwissen-den Araber, deren Umgang cr ihm höhnend znm Vorwürfe machte, znentfernen und als Gouverneur in das mehr europäisirtc Alexandrien znversetzen. Abas Pascha widersctzte sich aber diesem Vorhaben, erklärtelieber den Pilger stab ergreifen und nach Mekka wandern zn wollen; cr führtediesen Entschluß wirklich ans und reiste am 19. Octobcr unerwartet vonKairo ab, seinen Harem und ein großes Gefolge und Troß mit sich füh-rend. Unmittelbar darnach, vom 20. zum 21., trat in Jbrahim's Zu-stand eine sichtliche Verschlimmerung ein, ohne daß jemand von seinerUmgebung cs wagte ihn ans die Gefahr aufmerksam zn machen. AnfangsNovember stellte sich Blntspncken ein und die Sache wurde ernster, Acrztcwachten Tag und Nacht bei dem Kranken der bald in Bcwnstlosigkeitverfiel; in der Nacht vom 9. znm 10. richtete er sich einen Augenblickempor, siel aber sogleich wieder zurück und war todt. Als man demgreisen Mehmed Ali die Nachricht brachte sagte cr „Schade", sprach abergleich darauf wie gewöhnlich wirr von anderen Dingen. Um l Uhr-Morgens hatte Ibrahim seinen Geist anfgegeben, die Frauen des Ha-rems hatten sich in aller Stille zurückgezogen, die Ulemas kamen einkurzes Gebet verrichtend, nach ihnen die Leichenwäschcr. Um kl UhrV.-M., kaum zehn Stunden nach dem Tode, wurde der Leichnam in dieFamiliengruft Imam Safi nächst der Citadellc übertragen; man schien