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I. 3. Der europäische Oste».
Eile zu haben den unbeliebten knanscrischcn Reformator möglichst baldunter die Erde zu bringen. Kadasscn trugen die and ungehobelten Bret-tern znsammengefügte mit einem schlechten rothcn Shawl überdeckte Bahre,einige Compagnien, deren Ofsicicrc nicht einmal in Parade-Uniform waren,begleiteten sie, aber keine Salve tönte dem einst vielgcfeicrten Heldendes Orients in die Grnft nach. Ja, als der Imam vor dem Einsenkender Leiche an die Versammelten die Frage richtete: „ob der Verstorbeneverdient habe in den ewigen Frieden einzugehen", entstand eine peinlichePause, bis sich von ein paar Lippen eine schwache Bejahung vernehmenließ womit die Begräbnis-Feierlichkeit schloß.
Während der Gebete im Harem hatte sich ein Divan versammelt,bestehend aus den einflußreichsten Mitgliedern der Familie und einigenBehs, von denen der Beschluß gefaßt wurde Abas Pascha und SaidPascha einznladen einstweilen die Leitung der Geschäfte zu übernehmen,gleichzeitig aber den Todesfall nach Constantinopel zu berichten. Am 25.November zog Abas Pascha als rückkehrender Pilger vom Grabe desPropheten in Kairo ein; er stattete seinem Großvater der ihn, wie mansich erzählte, erkannte und ihm segnend die Hände aufs Haupt legte, unddann dem Sarge Jbrahim's einen Besuch ab, und übernahm am 30. denVorsitz im Divan. Er wurde von allen die mit der vorigen Regierungunzufrieden gewesen mit aufrichtigem Jubel empfangen. Auch die beidenSöhne Jbrahim's kamen auf die Todesnachricht in Alexandrien an, dieaber von ihrem jetzt gebietenden Oheim sogleich nach Paris zurückgeschicktwurden. Am 4. Deeember erschien von der hohen Pforte gesandt Mos-lum Beh in Kairo, wo er drei Tage später unter großem Pomp dengroßherrlichcn Ferman verlesen ließ der Abas Pascha als Vieekönig vonAegypten einsctzte; letzterer erhielt zugleich von Moslum Bey die Auffor-derung sich sofort persönlich nach Stambul zu begeben. Am 24. hieltAbas Pascha seinen feierlichen Einzug in Alexandrien, nachdem er SaidPascha und den Kriegs-Minister Achmed Pascha zur einstweiligen Leitungder Regiernngsgeschäfte in Kairo zurückgelasscn hatte. Am 25. schiffte ersich mit einem großen Gefolge und mit den Geschenken für den Sultan— 43 Pferde und 0 Esel von ungewöhnlicher Schönheit — nach Con-stantinopel ein, um dort die Belehnung, die Erhebung znm Groß-Vezierund die Anheftung des entsprechenden Nischan zu empfangen, was imLaufe des Monats Januar 1849 stattsand. Doch ließ man ihn nichtgleich fort, man überredete ihn bis znm 2. Febr. zu bleiben, der Gebnrts-