Die europäische Türkei und Griechenland.
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ein eigener Beamter desselben, Edhani-Effendi, ausgestellt um als Sach-walter die Interessen der Parteien zu wahren und zu vertreten, und ähn-liches sollte in den Provinzen geschehen. Allein gerade im türkischen Ju-stizwcsen hörten, mindestens was die Rechtssachen von Nicht-MoslimSgegen die Gläubigen betraf, die ärgsten Misbränchc nicht ans; denn dasliegt im Wesen der mohamedanischen Gesetzgebung. Graf Stürmer, BaronBonrgneney, Lord Stratford Canning kamen immer wieder in die Ge-legenheit Vorstellungen gegen Nrtheilssprüche zu machen wo das klarstekaufmännische Recht vereitelt wurde, die himmelschreiendsten von Türken anChristen begangenen Verbrechen straflos ansgingen, blos deswegen weildas Zeugnis von Ungläubigen gegen einen Moslim keine Geltung hatteund es dem sein Recht Suchenden nicht gelungen war'zwei muselmän-nische Zeugen aufzubringen "st. Vollends die türkischen Machthaber inden Provinzen thaten alles erdenkliche um die Rajah ans dem bisherigenUntcrwürstgkeitsverhältnisse nicht heranstreten, sie in Unkenntnis der vonder hohen Pforte ihnen gewährten Begünstigungen zu lassen. Die armenChristen erfuhren es doch, sandten Botschaften nach Stambul, tratenin geheime Verbindungen unter einander. Den Grnndherren in Bosnienbangte vor einem Losbruch, sie verlangten vom Vezier Tahir-Paschain Travnik Entwaffnung der gestimmten christlichen Bevölkerung; an alleMoslims vom 14. bis zum 60. Jahre dagegen erging ein Aufruf sichzu rüsten, mit Schießbcdarf zu versehen, für den Kampf bereit zu halten.In der benachbarten Hercegovina war der Vezier Ali-Pascha ein guterMann, allein er stand unter dem Einfluß seiner herrsch- und habgierigenUmgebung die sich jedes Unrecht gegen das wehrlose Volk erlaubte, undmehr noch als über diese türkischen Bedrücker seufzte dasselbe über denschon früher einmal seiner Stelle enthobenen, nun aber wieder zurückge-kehrten Bischof Joseph von Mostar der, wie cs in einer gleichzeitigenSchilderung lautete, „statt guter Hirt und Beschützer seiner Heerde zusein, selbst sie dem Wolf in den Rachen treibt und mit schuldlosem christ-lichen Blute den Durst seiner nach höllischer Rache lechzenden Seelestillt." So unerträglich waren die Uebergriffe, die Gewaltthätigkeitcn, dieErpressungen dieses Mannes und anderer seiner Amtsbrüdcr griechischenStammes, daß die Rajah in Bosnien Hercegovina und Bulgarien sichan den Sultan mit der Bitte wenden wollte ihnen keine Bischöfe mehraus Constantinopel zu senden, sondern ihnen zu gestatten daß der oster-