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I. 2 . Die niederländischen und skandinavischen Reiche.
über das Misgcschick der älteren. „Mitten in diesen Gebnrtswehcn derallgemeinen Freiheit", sagte der „Dcbat social" in einem Neujahrs-Ar-tikel, „vernahm Belgien mit Lnst den Lärm der auswärtigen Kämpfe,und fühlte sich glücklich nur in Millionen die Furcht zu bezahlen die derFebruar seiner Regierung eingejagt hatte. Während das Blut der Völkerdahinfließt singt Belgien, von seinen Ministern in der Selbstsucht unter-richtet, idyllische Loblieder auf seine Ruhe, ans seine Würde im politi-schen Jndifscrentismus, und ans das Glück von schreckenbleichen Männernregiert zu werden". Doch wer horchte auf solche Stimmen?! Die bel-gischen Staatsmänner suchten den tiefer liegenden Ursachen der Revolu-tion entgegenzuarbeiten; Ministerium und Kammern setzten ihr Be-mühen darein namhafte Ersparungen im Staatshaushalt zu erzielen, diez. B. bei dem ohnedies nicht glänzend ausgestattcten diplomatischen Per-sonale nicht weniger als 43 Pct. betragen sollten; Private und Vereinedachten auf Verbesserung des Loses der arbeitenden Classen; der amtliche„Moniteur" erließ eine Aufforderung an alle Architekten, Entwürfezum Bau gesunder bequemer und billiger Arbeiter-Wohnungen vorzulegcnu. dgl. m. An Versuchen die Ordnung der Dinge umzukchren fehlte esauch in Belgien nicht, allein der gesunde Sinn des Volkes ivies sie ohneLärm und Aufsehen zurück. Als am 1. Februar 1849 die Vernrtheiltenvon Nisqnonstout*), mit Ausnahme des alten Generals Mallinet, auf dieFestung Huy abgeführt wurden und beim Einsteigen in die Waggonsdie „rothe", die „hochrothe" Republik leben ließen, antwortete ihnen fastkein Mensch. Eben so blieben die republikanischen und socialistischenMeetings, die von Anhängern dieser Gesellschaftsformen von Zeit zuZeit in Brüssel, in Verviers und an andern Orten veranstaltet wurden,ohne allen Erfolg, wenn sie nicht etwa gar von in den Saal dringendenArbciterhaufen unter dem Rufe: „Es lebe der König!" auseinander ge-sprengt wurden.
Nicht anders war es in den benachbarten Niederlanden. Die Wahlengingen, wenn auch nicht ohne Parteikämpfe, doch allerorts in Ruhe undOrdnung vor sich, und es war ein großer Triumph für das batavischeGemeinwesen, daß dieselben im Herzogthum Limburg für beide Kammernin entschieden holländischem Sinne, also gegen den Anschluß an Deutsch-land ausfielen. Verminderung der Staatsausgaben, Einstellung veralteter
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