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Mittelniederdeutsches Handwörterbuch
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385
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STRECKE-VOT

SS5

STRIK-BENKE

strecke-vöt streckebeu.sireekinge, Ausdehnung u. Gestaltung.streck it, Stächet.st rede, st. in. Schritt; als Mass.strede-liüs, -stall l. strode, gestrold,strohgedeckt ?

stref, straff, gespannt, nicht gelenkig,steif, fest; tüchtig, hartnäckig.stref, n. Strebebogen, -p feiler, Stütze.stregen, strei(g)en, sie. v. stroie«,streuen.

streke, st. ni. 1. Strich, Streifen, Linie;Stridi Weges, Strecke; Strich Landes,Gebiet; Streich, Schlag.streken, siv. v. 1 . strecken. 2. denAcker stürzen, mit weitläuftigehFurchen pflügen (rom ersten Um-pflügen).

streken, streiken, sw. v. glatt streichen(die Haare), kämmen.streme, sw. in. Streifen, Strich; Wun-dennarbe.

stremel, in. langer, schmaler Streifenvon Leinewand, Tuch, Iapier etc.stremsel, die (aus Kälbermagen) bereitetesaure Feuchtigkeit, um Milch zumgerinnen zu bringen (zu stram).strenge, sw. in. = strauk.strenge, /. gerade gestreckt, rigidus. 2.gestreckt, fest angezogen, straff, enge.2. hart, herbe, strenge. 4. tapfer,tüchtig, energisch; oft im Titel,strenuus.

strengelicheit, Strenge.strengelik(en), heftig, sehr, stark,strenge, ernstlich.

strengen, sw. v. (strängen): strengederinge, Ringe aus in einander ge-schlungenen Strängen, s. g. Allianz-ringe.

strengen, sw. r. (strengen): sik s. an,sich an etwas machen, um es zubesitzen oder zu hindern, antasten.

strengicheit (streniclieit, strenklieit),

Strenge; als Titel.

strenk, st. in. (n. ?), /I. strenges, 7.Strang, Tau, Seil, Strick. 2. Strom,Flussarm.

strenlike = strengelike.streute, /'. Pfeife, Rühre; Spritze.streuten, sw. v. spritzen.

strepelen, sw. v. streifen, abstreifen, dieHaut oder den Bast abziehen.strevc-katte, eig. e. strevende Katze,daher Name v. Münzen mit steigen-den Tieren; de s. teil, sik strevekatten,ein Spiel, in w. zwei Spieler kniendein Tuch mittels je eines an dessenEnden befestigten u. von ihnen imMunde gehaltenen Knebels einanderzu entziehen suchten, Midi.: sichzanken u. katzbalgen, bes. v. unver-trüglichen Eheleuten, iin guten Sinne:wetteifern.

streyeliken, unverzüglich ? eiligst ?strevicli, ausgereckt.

strevicheit, das Ausgerecktsein, Starr-heit.

streven, siv. v. intrs. u. refl. steif oderstraff sein oder werden, ragen, sichrecken, sich regen, sich sträuben,widerstreben, streiten, kämpfen, rin-gen, sich abmühen, trachten nach,sich richten oder gestalten mich.stricken, siv. v. knoten, striclcen, flechten,schlingen, schnüren, binden; be-stricken, verstricken, fangen; stri-cken, z. B. Strümpfe.stricket, -kit, n. Stächet.striekit, gestricktes (Kopfstück derFrauen ? auch stricketesdök.strid-aftich, s. strithaftich.stridde, sw. in. Breifuss, als Uniersatz.stridden, sw. v. streiten, kämpfen.striddicli = stridich.stridelik, streithaft.

stride», st. v. 1. die Beine auseinander-sperren, sowolseitivärts als vorwärts,weit ausschreiten, bes. um zu messen.2. streiten, kämpfen.striden, sw. v. streiten, känypfen, zanken.stride-towc, Streitgerät; -vorste strit-vorste.

stridich, zum Streit geneigt, streitsüch-tig; im guten Sinne: streitbar.

stridinge = strit.strif, adj. stref.

st.rik, n. u. in. Strick, Schmer, Band,Schlinge ; Midi. Nachstellung.stink-, selten strike-benke, Zugbank derBöttcher; -bret = strikholt; -glas,Glaswalze zum Plätten; -holt, Holzzum Abstreichen des gefüllten Masses;

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Lübben, Mittelniederdeutsches Handwörterbuch.