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Mittelniederdeutsches Handwörterbuch
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GLOSEN

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(tO-DTNE

glosen, sw. v. glimmen, glühen.glosen, sir. v. achten, merken r igldt, glühende. Kohle, prima,glotze (glos.se), klotze (klosse), gallotze,s grober Schuh, Überschuh , Pan-toffel, Galosche,glotzeiniieker, Paulo[fei mach er.glue (glo, glei), glänzend, leuchtend.glum, unter der Asche glimmendes Feuer.glumeke, im Dunkeln leuchtendes Holz,glos.

glninende, tückisch, bösartig.glump (=slnmp?) unverhoffter Gewinn.glrtp, tückisch, lauernd.glupelinges, tückisch, meuchlings.glupen, sw. r. einen heimlichen Blickmit halb geöffneten Augen thun.lauern, heimtückisch sein.glupeseli, heimtückisch, hinterlistig.glilp-hore, heimliche Hure.glilp-toge, heimlicher Streich; concr.

heim lieber Schläger.glure!

gluren, sw. r. blinzeln, lauernd blicken.gnalilien, sw. r. durch kurze, abge-brochene Lernte seine Unzufriedenheitäussern.

gnade, f. 1. Buhe. 2. die gnädige Ge-sinnung eines hohem gegen einenniederen. 3. Gunst, Vergünstigung,Privilegium.

gnaden, sw. v. gnädig sein,gongen (klingen), st. und sw. v. nagen.gnnginge, das Nagen.gnniTen, su\ v. knurren.gnannen gnabben, sw. v. knurren.gnesen, sw. r. den Aland verziehen zumLachen.

gnetlik, d. i. g(e)nedelik, gnädig.gnidel-, gnideston, Gläftstein, ein glatterStein oder glatter Glasklumpen zumPlätten der Wäsche.golden, st. r. reiben; glätten, plätten.gnist, Räude, llautausschlag.gnisteren (knisteren), sw. r. knirschen,stridere.

gnitte, eine Art kleiner il Rücken.gnitterielieit, übelste Laune, mürrischesWesen.

gnittert, sehr übel gelaunt, mürrisch,bärbeissig, tyrannisch.

go (meist n.) Gau, bes. der Gaugerichts-sprengel ; die zu einem Gaugerichteversammelten Dingleute.

gölte-, gabelate, -lette, -litte, kleinerBecher, gobeletns.

göeli, gök, m. Gauch, dummer Mensch,eig. Kacknk.

goelielie gokelie, Gaukelei.goddeseli, (lall geweiht.gode, gnde, Tanfgathc.godelirukelik, gollesfürnhtig.gode-gekresemet, got/gesalbt.giideken, eine Art Bier.godelovieli, gollesfürchlig.godensdaeli, s. gudensdac.li.goderlink, gutgeartet. vortrefflich ?Auch Name einer Apfelsorte.godesbegeven, der sich Gott ergeben undder Welt entsagt hat.godes-bode, Gottesbude, d. h. kleinesHans, in dem man um Gottes Willen(ohne Miete, umsonst) wohnt, Armen-wohnung.

godes-denst, Gottesdienst.godesgelt godespennink.godesgift, Gabe an fromme Stiftungen.godos-lmnt, kurz.sinnige Iliindlei nwurz,palma Christi.

godes-Iius, 1. Gotteshaus (eds Gebäude).2. Stift, Erzstift. 3, milde Stiftungüberh.

godes-kaste, -kiste, Goileskasten, d. i.

milde Stiftung für Arme.godes-Iiule, Kirchenvorstrher, Kirchen-geschwornc.

godes-pennink, Handgeld, inso fern es ur-sprünglich gollesdiensilichenZweckcnoder den Armen zu Gute kam. de-narius sanctus.

godes-perdeken, Gottes])ferdchcu (Heu-schrecke, Grash iipfer).godes-selio, Gottesschuh, d. h. um Gottes-willen, zum Besten der Armen gegeben.godes-vergeten ( andorn), marrubiumvulgare.

godes-want, Gewand, um Gotteswillen,zum Besten der Armen gegeben.godes-uoninge, Haus für die Armen.godc-vrueliterne, gottesfüvehtig.gode-vruelitieli, gottesfüvehtig.go-dink, 1 . Gau-gericht. 2. Gaugerichts-bezirk,