Druckschrift 
Mittelniederdeutsches Handwörterbuch
Entstehung
Seite
79
Einzelbild herunterladen
 

BINEPALEX

DODEN-BOK

7!»

<1iiik]»alon, sw. r. refl. sich vor Gerichtstelle)) (als Kläffer etc.).dink-plieht, die Pflicht als Schöffe heimGericht zu erscheinen.diuk-plichte, m. Ivteilsfinder, Gerichts-beisitzer.

dinkpliclitich, verpflichtet rar Gerichtxu erscheine.)).

dink-seller, der (Sachen) verhaust, Ver-hau fer.

diak-slete, Störung des abzuhaltendenGerichtes durch. unxriligcs Weggehender Dingp/tich 1 ige)/.dinksladelen, sw. r. sich vor Gerichtsielten (als Kläger).dink-stede, <lerichtsslätte,dink-spil, Gerichlssprengel.dink-stock, Gerichls/ifahl (vier Pfähle,Bäume, ifuadratisch aufgestellt bilde))das Forum).

dink-slstl, Gericht ssilz,, -stätte.dink-ttt, Gerichtszeit.dink-vlachtieh, sich dem Gericht ausI '//gehorsam entziehend.dink-wart. Dichter.

(linsen, sn\ r. ziehe)), schleppen.diosl, Tjost (Ititterspiel, Speerstechen).dioslereil ((Musteren, düsteren), sie. r. e.

Tjost halten, furnieren.dir, der - er.

dirdendei, frz.s. tiretaine, Zeng^ halbleinen, halb wollen.

diseant, die Oberstimme im. Gesang;

ein in> Diseant gesetztes Musikstück.diseanteren, sw. v. Diseant singen.diseli (disk), in. Tisch.diselier (disker), Tischler (gew. snidde-ker).

d iseli -laken, Tisch tnch.disel (dissel, disse, distel), f. Deichsel.disene, dise, f. u. m. Spinnrocken ; dasum dasselbe, cylinderförmig gewun-dene Bündel Flachs oder Ileede.disinge, fortdauernd nebliges,nasshaltesWetter ? ( disig wer?)dissel, /. (jetzt: Dussel) Deichsel, Quer-u.rt. 2. - disel.

distel, m. 1. Distel, 2. - - dissel.dislel-pemiink, Dcichselzoll (Abgabe fürein, Fuhrwerk zur Frhallung derSteinwege und Dämme).

ditherensone (d. i. dies-, detliergensnne),Sohn einer Allenveltshnre.do (don), Conj. da, als.dobbe, /'. Niederung, Vertiefung; Sumpf(gew. Plur.).

dobbe, Lippe ? (labrmn Eil.)dobbelatze, /'. Würfelspiel,dob(b)elcn (dabelen, dopelen, doll'elen),sw. r. 1. mit Würfeln spielen. 2. mitWürfeln losen,

dob(b)eler (dnpeler), Würfelspieler.d«b(b>elie, f. Würfelspiel.dobbelletger, kleine Schüssel, rotnndale,scutella.

(lob(b)el-selt, im Würfelspiel VerlornesGehl, Spielschuld.

dob(b)eI-seliole, Gesellschaft, in welcherdas Würfelspiel betrieben wird.dob(b)el-spel, Würfelspiel.dob(b)elspelen, su\ v. würfeln,(lob(b)el-sten, 11 'Ursel.ilobber, m. ein auf dem UVwser schwim-mendes Zeichen, das anzeigt, wo derAnker liegt; der Kork (Bohr) in. derMille der Angelschnur, der die. Schnurträgt u. den Biss des Fisches anzeigt.dobbin, gewässerter Taft, frzs. le tabis,doch, doch (versichernd); snnder doch,aber ja ; bei. dringenden Bitten.dockte durfte, s. dorven.doehler, Tochter.

docke, f. 1. 1uppe, Figur. 2. der auf-vechtslehende Stab in den Treppen-geländern. 11. Strohbündel (in Päp-sten form) zum Dachdecken.docke, n, Schiffsdoek,doeken-spel, Piiftpenspicl.dockeii-speler, Puppenspieler, Gaukler.doekinan, in Riga der Sprecher dergrossgMischen Bürgerschaft (die. beider Docke, d, h, dem Marienbilde,ihren Standort hatte).dode, Toter; tot.dodehat, tätlicher Hass.dodeken, dem. zu dstt. dodekens sterven,sich abtöten, sich überwinden.dodel, u. ? Dotter.

doden, sic. r. 1. töten, schlachten, quiek-snlver d., durch Einreihen in Feitschmierbar machen. 3. modificieren,doden-bok, Totenbuch, Verzeichnis derGestorbenen.