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scheint, die verschiedenartigen Traditionen über Alexanders Befragung des Ani-mvnSorakelS <M. z- C, 32, 2S> aufznzeichne», — Was nun den Ort dieserBefragung anbelangt, so ist derselbe wohl mit Recht in der Tempelruinc Ume-beda, 32V Schritte vom Dorf Schargieh, wieder aufgcfundcn worden. Dortstößt inan nämlich hinter Spuren von mehreren llmfangsmanern auf die Nesteeines auf einem Felsen angelegten Tempels, Diese bestehen aus einer ArtPronaoS oder äußerem Borgemach, und einer inner» Kammer, dem eigentlichenHeiligthnm, Der ganze, übrigens nicht beträchtliche, Tempel war innen undaußen mit Hieroglyphen und Bildwerken bedeckt, die, ein vollständiger CykluSheiliger Lehre, in spmbolischcn Figuren Kampf und Sieg, Herrschaft und CultuSdes Ammon und Osiris darstcllen, und unter denen das Widdcrhanpt des cr-steren mit dem Götterstab in der Rechten und dem mystischen Schlüssel in derLinken besonders hervortritt. Minut, 95 ff, >68 ff, AnSz, IV2 ff. Das obenerwähnte Dorf Schargieh aber ist nicht unwahrscheinlich der Ueberrest einesalten Baues, der von Diod, SV, u, C, 3l, 21, erwähnten Burg der ammoni-schen Dynasten, in deren Nähe nach Diod, sich noch ein zweiter AmmonS-rempel befand, Minut. >64 ff, AnSz, I2Ü f. lieber Alexanders Beweggründeendlich zur Befragung des Gottes waltete in alter und „euer Zeit Meinungs-verschiedenheit, Einige, wie Pint. LIsx, 28, und auch Arrian VII, 9, Z. er-blickten in ihr bloß ein politisches Manöver, um damit hauptsächlich der nicht-hellenischen Bevölkerung, über die er eben jetzt seine Herrschaft auSdehnte, zuimponiren, Alexander erhielt deßhalb also die Königsweihe eines SohncS deSAmmon, wie einst die Pharaonen der Thebaidc, und wie Osiris, ihr Vorbild,von Ammon an SohncS Statt angenommen war, und ebenso auch später die'Ptolemäer im Ptahrempcl zu Memphis zu Söhnen der Sonne geweiht wurden(Minut, >23, ja nach Pseudo,C, 34, Alexander selbst!. Andere dagegen, sovon Neueren Namentlich Gr, 537, u, Geier, Alex, u, Aristot, 2>7 ff,, erblickendarin mehr eine Ausschweifung seiner maßlosen Eitelkeit, vermöge der er An-fangs zwar mehr nur ein übermürhigeS Spiel damit trieb, wogegen zuletztder Dämon des HochmuthS fein Spiel mir ihn, rrieb und ihn in der That zudem frevelhaften Gelüste hinriß, Gott gleich sein zu wollen, so daß es ihm lautmehrerer bekannten Anzeichen mit diesem Gelüste am Ende ein bitterer Ernstwurde! eine Ansicht von der Sache, welche mit der kläglichen Zunahme seinersittlichen Entartung zu entschieden znfammcntrifft, um nicht alS die wahrschein-lichere erachtet zu werden, Bcrgl. Diod, XVII, 49, Max, Tyr. 8erm, 25.Justin XII, II, 2 ff.
5z Die nach Dr, 214, Anm, 12 , „unklare Kritik Barbw's" bei St, Cr.8V9, hat doch, dünkt mir, ihre guten Stützen: I) in der Ucbereinstimmung
von Aristobul, Diod,, Justin, Curtius, und wenn man ihn diesen noch beifügenwill, von Psendo-C, I, 31., welche alle den König auf demselben Wege znrück-Ziehe» lassen; 2) in der viel größeren Leichtigkeit dieses Weges, verglichen mirder geraden Straße nach Memphis, auf der man >2 Tage lang fast durchlauter Wüstenland ziehen mußte (Pliu, V, s. Man vergleiche Minutvli'SReiseroute von Siwah nach Kairo 182 , >84, 186 , >90, >95,!, während derRückmarsch über Parätonium »ach Alexandria nur 4 oder 5 Tage erforderte,Arrian's AnabasiS. >6