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Arricms Anabasis.
Perser Artabazus^ zum Statthalter. Er selbst rückte nach dem Oxusvor. Dieser Fluß kommt aus dem Kaukasusgebirge und ist der größteunter allen asiatischen Strömen, zu welchen Alexander und sein Heergekommen sind, mit Ausnahme der indischen, welche die beträchtlich-sten aller Flüsse sind; der Oxus ergießt sich in das große Meer beiHyrka'nien.'t Als Alexander über diesen Fluß zu setzen versuchte,erschien dies allerwärts als unausführbar: denn seine Breite beträgtungefähr sechs Stadien; dabei war er unverhältnismäßig viel tieferund sandig und so schnell, daß alles, was man in sein Bett ein-rammt, von der bloßen Strömung leicht wieder herausgerissen wird,weil es natürlich im Sande nicht feststecken bleibt. Zudem fehlte esbei den Furten an Bauholz, und es schien einen langen Verzug zuschaffen, wenn man alles zum Bau einer Brücke Erforderliche weitherbeiholen sollte. Deshalb ließ er die Felle zusammenbringen, derensich die Soldaten zu ihren Zelten bedienten, befahl sie mit möglichstgetrockneter Streu auszufüllen, dann sorgfältig festzuschnüren undzusammenzunähen, damit kein Wasser in sie eindringen könnte. Alssie gefüllt und zusammengenäht waren, konnte das Heer in fünfTagen mittels ihrer übergesetzt werden.^ Doch ehe Alexander überden Fluß ging, wühlte er die ältesten Makedonier, welche zum Kriegs-dienste nicht mehr tauglich waren, aus und sandte sie nebst den beiihm freiwillig gebliebenen Thessaliern nach Hause. Auch schickte erden Staffanor, einen der Gefolgsleute, ins Land der Arier, mit demBefehle, den dortigen Statthalter A'rsames, den er wegen treuloserAnschläge im Verdachte hatte, sestzunehmen und in der Statthalter-schaft über die Arier zu ersetzen. Nach dem Übergange über den Oxuszog er rasch dem Orte zu, wo laut eingelaufener Berichte Bessus mitseinen Streitkrüften stand. Inzwischen trafen auch Abgeordnete vonSpita'menes und Dataphe'rnes bei ihm ein6, mit dem Anerbieten,wofern ihnen auch nur eine kleine Heeresabteilung samt einem Be-fehlshaber zugeschickt würde, so wollen sie den Bessus verhaften undan Alexander ausliefern. Denn sie haben ihn jetzt schon, obgleichnoch ungesesselt, in Verwahrung. Auf diese Nachricht gestatteteAlexander den Seinigen einige Ruhe und rückte langsamer dennbisher vor, schickte jedoch Ptolemäus, den Lagiden, mit drei Abteilun-gen der Gefolgsleute und sämtlichen Wurfschützen zu Pferde ab, des-