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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
Entstehung
Seite
223
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Ulrich, lschrickt heftig zurück ^ er sicht einen Augenblickwie Bestätigung suchend starr auf die Umstehende», welche mit dem Aus-druck höchster Erschütterung zu Boden sehen. Er wankt einen Schrittaus Franz zu, stürzt aber sofort mit dem gellen Schrei zu Boden.)

Todt!

lTiefc Pause.)

Franz, (mühsam mit unterbrochener Stimme.)

Ulrich ich danke Dir daß ich Dich nochmals sah.Erfüllt ist jetzt mein Wunsch > doch nun

Verweile länger nicht verlaß die Burg

Die Fürsten können wiederkehren geh

Die greisen Dich erschwer' nicht meinen Tod

Die Aufregung hat ihn beschleunigt nurFür wenige Minuten Hab' ich Leben

Geh, Ulrich, geh! Füg' mir's nicht zn, daß DichMein brechend Auge als Gefangnen sehe

Kür spät're Zeiten für die Sache rette Dich

Ich fleh' Dich geh o meine Stimm' ich kannNicht mehr sag's ihm, Marie beweg' Du ihn!Marie, (an Ulrich hcrantrctend mit langsamer Stimme.)Ulrich! von Euch dacht' Trost ich zu empfangenUnd ich muß Trost und Fassung Euch vcrlcihn?

Ulrich, (erhebt sich langsam, sein Gesicht ist todtcnblcich, seinAuge gläsern, seine Stimme feierlich und dumpf.)

O schweig, Marie entweihe nichtMit kleinem Trost so Ungeheuern Schmerz.

Dir stirbt der Vater mir der Seclenfrcnnd;

Vielleicht gäb's Trost dafür gält's hier nichts Andres!Znsammenbricht mit diesem Einen MannDas deutsche Vaterland in Scherben liegenDie Hoffnungen, für welche wir gelebt.

Machtlos mit seinem Tod, weicht bang zurückDer Adel, wirft ans Fürstenthum sicy hin,