Ulrich, lschrickt heftig zurück ^ er sicht einen Augenblickwie Bestätigung suchend starr auf die Umstehende», welche mit dem Aus-druck höchster Erschütterung zu Boden sehen. Er wankt einen Schrittaus Franz zu, stürzt aber sofort mit dem gellen Schrei zu Boden.)
Todt!
lTiefc Pause.)
Franz, (mühsam mit unterbrochener Stimme.)
Ulrich — ich danke Dir — daß ich Dich nochmals sah.Erfüllt ist jetzt mein Wunsch >— doch nun —
Verweile länger nicht — verlaß die Burg —
Die Fürsten können wiederkehren — geh —
Die greisen Dich — erschwer' nicht meinen Tod —
Die Aufregung hat ihn beschleunigt — nurFür wenige Minuten Hab' ich Leben —
Geh, Ulrich, geh! Füg' mir's nicht zn, daß DichMein brechend Auge als Gefangnen sehe —
Kür spät're Zeiten — für die Sache — rette Dich —
Ich fleh' Dich — geh — o meine Stimm' — ich kannNicht mehr — sag's ihm, Marie — beweg' Du ihn! —Marie, (an Ulrich hcrantrctend mit langsamer Stimme.)Ulrich! von Euch dacht' Trost ich zu empfangenUnd ich muß Trost und Fassung Euch vcrlcihn?
Ulrich, (erhebt sich langsam, sein Gesicht ist todtcnblcich, seinAuge gläsern, seine Stimme feierlich und dumpf.)
O schweig, Marie — entweihe nichtMit kleinem Trost so Ungeheuern Schmerz.
Dir stirbt der Vater — mir der Seclenfrcnnd;
Vielleicht gäb's Trost dafür — gält's hier nichts Andres!Znsammenbricht mit diesem Einen MannDas deutsche Vaterland — in Scherben liegenDie Hoffnungen, für welche wir gelebt.
Machtlos mit seinem Tod, weicht bang zurückDer Adel, wirft ans Fürstenthum sicy hin,