- 224
Das um sich greifend unser Reich zerreißt;
Zu seinein Schranzen sinkt er schnell herab!
Des Halts beraubt, sich selbst mißtrauend, spinntIn seines Weichbilds Sondervortheil sichDer Städter ein und stirbt dem Ganzen ab.
— Der Bauer nur bleibt treu dem großen Zweck,
Er greift zum Schwert — doch aus sich selbst beschränkt,Schleppt er zur Metzgerbank nur seinen Leib,
Zur blutigen, bedeckt mit seinem gräßlichGeviertheilten Gebein die weite, deutsche Erde, —
Die schaudernde! Mit Siegers Rechten wirdGewnthet in dem eignen Land, entrissenWird ihm der alten Freiheit letzter Nest,
Und lange Nacht bricht an, in schwarzen SchleierDie Trauerzukunft dieses Landes hüllend.
— Du stirbst und nimmst in Deine Grube mitWas dieses Leben lebenswerth gemacht-
Mich trägt mein flücht'ger Fuß jetzt in's EpikDoch nicht auf lange; wen'ge Wochen, und —
Es eint sich meine Asche Deinem Staub.
Kunst'gen Jahrhunderten vermach' ich unsre Rache!
(er wankt der Thur zu.)
Der Verhäng fällt.
Ende.
Franz Duncker's Bnchdr. in Berlin.