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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
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Das um sich greifend unser Reich zerreißt;

Zu seinein Schranzen sinkt er schnell herab!

Des Halts beraubt, sich selbst mißtrauend, spinntIn seines Weichbilds Sondervortheil sichDer Städter ein und stirbt dem Ganzen ab.

Der Bauer nur bleibt treu dem großen Zweck,

Er greift zum Schwert doch aus sich selbst beschränkt,Schleppt er zur Metzgerbank nur seinen Leib,

Zur blutigen, bedeckt mit seinem gräßlichGeviertheilten Gebein die weite, deutsche Erde,

Die schaudernde! Mit Siegers Rechten wirdGewnthet in dem eignen Land, entrissenWird ihm der alten Freiheit letzter Nest,

Und lange Nacht bricht an, in schwarzen SchleierDie Trauerzukunft dieses Landes hüllend.

Du stirbst und nimmst in Deine Grube mitWas dieses Leben lebenswerth gemacht-

Mich trägt mein flücht'ger Fuß jetzt in's EpikDoch nicht auf lange; wen'ge Wochen, und

Es eint sich meine Asche Deinem Staub.

Kunst'gen Jahrhunderten vermach' ich unsre Rache!

(er wankt der Thur zu.)

Der Verhäng fällt.

Ende.

Franz Duncker's Bnchdr. in Berlin.