Die nachstehende Tragödie ist zum größten Theil imFrühjahr 1857 noch während meines Aufenthalts in Düssel-dorf von mir geschrieben worden. Andere Arbeiten hin-derten mich, sie früher als im Winter 1857/58 zu voll-enden. Noch während ich hiermit beschäftigt war, hatte ichdie Freude, David Strauß' Leben Ulrichs von Hutten er-scheinen und hierin einen Beweis mehr zu sehen, wie zeit-gemäß und fast unwillkürlich die Nnckwendung aus jenePeriode unsers größesten und entscheidensten geschichtlichenWendepunktes dem gegenwärtigen Geiste ist. — Im Früh-jahr 1858 fertigte ich eine äußerst verkürzte und mit Rück-sicht ans die Bnhnenbedürfnisse eingerichtete Umarbeitungdes Stückes an. Besonders im ersten, zweiten und vor-züglich im dritten Akt sind diese Umänderungen bedeutend.So mußte im drittel: Akt unter anderen: die durch ihreLänge vielleicht selbst an einen epischen Ton hinstreifendeSchilderung des Lebens Huttens, sowie des Nenchlin'schenStreits vor den: Bedürfnisse des Bühnendramas nachrasch abrollender Handlung fortsallen. In: Literaturdramaaber erschienen mir nach einigein Zaudern die merkwürdige
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