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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
Entstehung
Seite
222
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Durch meine Boten Deiner Lage kundigMit Macht die Freunde jeizt znm Beistand Dir.

Franz, (mrncksiiikciid.)

Zn spät!

Ulrich, (erstaunt stehen bleibend.)

Zn spät?

(er sicht sich verwundert im Kreise der Umstehenden nm.>

Die Burg ist übergeben,

Es sagt' es ein Gemurmel mir, als ichDie schnell Hinanstieg. Doch was läge an dem Haus?Dn hast Dich selbstDu hast Dich zum Gefangenen.Ihnen ergeben! -Wie?

(er blickt die Umstehenden an, die ihre Gesichter zur Erde neigen.)So ist's. Ich leseIn ihren Blicken die Bestätigung.

Nun wohl! Ich bringe bess're Kunde nochMach Dich bereit, Franz, Großes zu vernehmen.

Die Zeit ist da! Der Bauer greift zum Schwert!

Dich heischt zum Führer er. In seinem AuftragSteh' ich vor Dir. Sprich aus ein Wort und DirErsteht ein Heer von hunderttausend Bauern.

Das Land steht aus! Nicht lange sollen sieDich zum Gefangnen haben laß ein ZeichenBon dieses Thnrmcs Höh' mich geben undEh' sic ans ihre Schlösser Dich gebracht,

Eh' sie von hinnen ziehn verschlingt sie schonDie große Fluth, in welcher sie dann treibenMit ihren Neitcrfähnlein, Lanzknechthaufen,

Gleich wie Ertrinkende aus hoher Sec!

(Ulrich macht, Franz mit Spannung anschcnd, eine erwartungsvollePanse.)

Franz, (schwach.)

Zn spät Du sprichst mit einem todten Mann!