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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
Entstehung
Seite
218
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In ihnen trat

Das Große, was ich wollte, sichtbar mirIn leuchtender Ncrkörperung entgegen,

Und meiner Seele Spiegel stand er da!

Gin jäher Schlag wird ihn ich fürchte sehr

Die Kunde treffen. Tröste ihn, Marie,

Sag ihm, ich habe sein mit SegnungenIn dieses Lebens letztein Augenblick,

Mit reichsten Segnungen gedacht. Sag ihm,

Er solle nicht verwerfen sich mein Loos;

Ich dank' ihm diesen Tod, des Lebens schönes EndeUnd dank' ihm meines Lebens bcss'rcn Thcil.

Herold, (anftrctend.)

Herr! Angenommen hat der Feind, was IhrErboten habt. Morgen will er die Bnrg,

Die heut Euch noch verbleiben soll, besetzen.

Doch auf dem Fuße folgen mir die Fürsten.

Schon nahen sie.

(Trompetenstoß hinter der Scene.)

Franz.

Erhebe Dich, Marie!

Trockne die Thräncn. Sicking's Tochter darf

Der Feind nicht weinen sehn. Sei stark, mein Kind!

Zehnter Austritt.

(Zweiter Trompetenstoß. Es treten auf die drei Fürsten mit Gefolge,voran der Pfalzgraf.)

Pfalzgraf Ludwig, (rasch cintretcnd.)

Ist hier Franz selbst?

Balthasar, (ihm schnell entgegen.)

Achtung für einen Sterbenden!