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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
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Von andern Freunden ihm zn Theil. Wie kommt's,

Daß er an seines Adels, seines Landvolks Spitze,

Durch solche Hüls' verstärkt, das LandgebietNicht länger wider Franz vertheid'gen konnte?

Niltcr.

O fragt nicht, Herr; da war kein Halten möglich!

Des Namens Schrecken flog vor ihm einher,

Ein Gorgobild, den Widerstand versteinernd.

Wie einem zweiten Holofernes zogenIhm mit Trompetenschall und Pankenklang entgegenGemeinden, Magistrate, wcißgeschmückteJnngfrauenreih'n. Was widerstand, das mähteIn ungestümen Schwingungen sein Schwert.

Grimberg, St. Wendel, Bliesrastel nahm erMit Sturmeshand und wälzte sich sodann,

Wie eine Fencrsäule lausend wächst,

Nor Trier. Der Kriegsgott selbst, wenn er vom Himmel

stieg,

Hält' seiner Furie Einhalt nicht gethan!

Heut' schon war Trier in seiner Hand, wenn nichtEin Zufall oder Wunder uns gerettet.

Ludwig.

Was meint Ihr? Sprecht!

Nittcr.

Derweil Franziskus, Herr,Burgen und Städte brach, gen Trier rückend,

Warf unser Kurfürst in die Eifel sich,

Den Landsturm seines Volkes anfzubieten.

Doch Franz ersieth's; das linke MoseluferLäßt er vom Bastard von Sombrcff besetzen,

Dem Erzbischof die Rückkehr abznschneiden.

Der tolle Bastard aber, hingerissenVom Uebereifer seines eignen Muths,