Druckschrift 
Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
Entstehung
Seite
136
Einzelbild herunterladen
 

136

Den Franz in offner Schlacht besiegen! WerBezweifelt es?! Wir andern SterblichenSind nicht so kühn. Wo der Franziskus führt,Verwandelt jeder Lanzknecht sich znm HeldenUnd ficht, als könnt' er Kronen sich erbeuten!

(der Pfalzgraf tritt auf.)

Doch seht, da naht sich endlich Euer Herr.

(sich verneigend.)

Heil, hoher Herr!

Ludwig.

Seid Ihr der trier'sche Ritter?Ritter.

Ich bin es, den an En'r kurfürstlich GnadenIn seiner höchsten Noth mein Herr, der Erzbischof,Abschickt, an die Verträge Euch zu mahnen.

Ludwig.

Wie steht die Sache Eures Herrn? Sagt an!

Ritter.

Gnädiger Fürst! Maßlos schwillt an die Fluch.

Schon hält der grimme Ritter Trier selbstIn eherner Umarmung fest umschlossen,

Und preßt die Stadt so ungestüm ans Herz,

Daß ihr des Busens Eisemnieder springtVom wilden Druck so grauenvoller Liebe.

Indem ich spreche, fließt der Edlen Blut,

Wankt unter der Geschütze Last die Mauer

Wer weiß, was uns die nächste Stunde bringt!

Ludwig.

Wie konnte in so kurzer Zeit FranziskusSo um sich greifen? Auf die erste KundeVon Eurem Herrn Hab' ich ihm zugcsendetVertragsgemäß von Reisigen und MannenStattlichen Zuzug, und ein Gleiches wurde