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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
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Einer hat sich für Alle frei erhoben

Und Alle wollten nicht den Einen freudig schirmen?Wo ist die Redlichkeit, wo ist die TugendDer Deutschen bin? Wo ihre Stark' und Mannheit,Davon des Erdballs Völker singen, sagen?

Den wollen sie geruhig binden lassen,

Der sie der Bande Alle wollt' entled'gen?

Das zeigt beim Volk noch einen dumpfen Sinn!

Franz.

Laßt's Euch nicht anfechtcn. Es gleicht das Volk'nein Kinde, das Ihr erst erziehen müßt,

Wenn Freude Ihr daran erleben wollt.

Wie wollt Ihr, daß bei diesem PfaffendruckBei dieser künstlichen Verdummung sichDas Edle in dem Volk entfalten sollte?

Ja, war' das möglich traun, wir hätten dann,Ihr müßt es selbst gesteh'n, weit mindern GrundZur Klage wider dies System.

Was Euch betrifft, so wollt' ich nur, daß ichDie allgemeine Noth so leicht wie EureBeseitigen könnte!

(Er geht »achsimicnd auf und ab.)

Doch auch was die SacheDes Landes und den Kaiser anbelangt,

So wollen wir den Muth noch nicht verlieren;

Ich will ihm schreiben, will ihn sprechen selbst,Mich soll er sprechen

Ulrich, (lebhaft eiusallcnd.)

Ueberall erzählt man

Gar Großes von der hoben Gunst, in derIhr bei dem Kaiser steht; wie er in AachenBei seiner Krönung vor den Fürsten allenEuch gar gewaltig ausgezeichnet hat.