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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
Entstehung
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Könnt' ihn von meiner Sache schrecken. Fräulein,

Man war' ein Schelm, wenn man so was vergäße!

Marie.

Ihr seid ein treues, redliches Gemüth!

Balthasar.

Schön Dank, mein Fräulein! Doch, trotz alledem

Und vielem Andern noch, um dessenthalb

Ich den gestrengen Ritter liebe, macht

Die Liebe diese alten Augen doch

Für seine Dummheiten nicht blind.

Marie, (mit Humor.)

Aha, ich seh', Ihr kehrt zum Angriff wieder.

Es drückt Euch etwas auf dem Herzen, Meister.

Gewiß hat Euch der Vater wieder nicht gefolgt!

(mit komischem Pathos.)

Nun wohl, so klagt vor unierm Tribunal,

Wir sind bereit zu hören, mein getreuer Stand!

Recht soll Euch werden! Nehmt daraufHier Unser kaiserliches Wort.

Balthasar.

Ihr schäkert,

Mnthwill'ges Wesen! Aber Balthasar

Spricht ganz im Ernst. Ihr wißt doch, edles Fräulein,

Daß König Franz von Frankreich Eurem Vater

Den Marschallsstab verliehn?

Marie, (in ihrer obigen Weise, mit Grandezza.)

Wir haben das gehört.

Balthasar.

Ihr wißt auch, wie das kam?

Marie, (wie oben, etwas verlegen.)

Nein ja zum Theil!Bei den Regierungssorgen haben WirZum Theil das schon vergessen!

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