Druckschrift 
Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
Entstehung
Seite
4
Einzelbild herunterladen
 

4

Balthasar. >bci Seite.)

Walch' ein

Herzallerliebster Affe das! türwahr,

Könnt' sie trotz meiner grauen Haare küssen!

<zu Marie.)

Nun seht. Als Euer Vater Lothring's Herzog Der uns seitdem zum Bund'sgenossen wurde2>n Kriege überwältigt, als er d'rautDas starke Metz ans höchst gerechtem Grund,

Weil man dort andern, so wie mir in WormsGetban, die sich an ihn um Hülfe wandten,Bekriegte und mit zwanzigtanscnd MannZn Fuß, zweitausenden zu Roß belagerteUnd so die Stadt bedrängte, bis sich diePatrieier drinnen den VertriebenenZu Abbitt' und Ersatz verstehen mußten

Da wurde König Franz ob dieser ThatenAufmerksam aus den Ritter, der aus eigne HandSo mir nichts dir nichts Heere stellen konnte,

Wie sie der Kaiser selber große PlageZusamm'n zu bringen hat und sie gar oftAuch nicht zniammcubringt. Er wollt' ihn gernFür sich gewinnen, lud nach Sedan ihn,

Dort schickt' er ihm den Grafen von der Mark,

Den Herzog Bouillon hin und Marquis Fleuranges.Die mußten erst ihn durch halb Frankreich fuhrenMit großen Ehren, fürstlichem Empfang,

Und endlich mußten sie nach AmboiseAn König Franzens Hof ihn bringen.

Da ging es an ein Karessircn erst! -Der König that als könnt' er ohne ihnNicht leben, hing in großer HosversammlnngIhm selber eine goldne Kette um