170
1078 .
tadeln. Tlieils die Theilnehmer an den Synoden, theils die vonGregor VII. ausgegangenen Schreiben werden genügenden Auf-schluß hierüber ertheilen. Endlich erhält Welf selbst die Auf-forderung, im Vertrauen auf die Gerechtigkeit und den Schutz desheiligen Petrus sich in Gott und in der Macht seiner eigenenKraft zu stärken, da ihm bei solcher treuer standhafter Gesinnungrasch Sieg und Frieden würden zu Theil werden
Auch noch diese letzte unleugbaren Tadel einmischende Ant-wort an einen getreuen Vorfechter der päpstlichen Sache zeigt aufdas deutlichste, wie wenig die Anhänger Rudolf's im deutschenReiche, die Oberdeutschen nicht besser, als die Sachsen, mit derHaltung des Papstes, die dieser aus den beiden Synoden gezeigthatte, einverstanden waren, wie sehr sie es ihm verdachten, daß ernicht, gleich ihnen, mit Heinrich IV. durchaus gebrochen hatte,sondern stets noch seine mittlere Stellung festzuhalten suchte.
0 . 5097 (kegistr. VI, 14, I. e., 346). Alls den Worten: 8scnn(Iumaeguitatein pontiücslis olüeii und der Anrede: tratrss earissiini schließt JasfchI. c., o. 2, mit Recht, daß das Schreiben neben Welf noch an einige Bischöfegerichtet war. Martens, I. c., 179 n. 1, bezieht die Worte Gregor's VII.:uostrss litteras volns missas in dem Satze : ljuicl autsin mt actum in gusclrs-gssimali sxnoäo, sivs in es, gusm in nisnse Rovembri teoimus, vostri iilleles,gui intsrlusrunt, st nostras littsräs. . . inüicsre pv88unt auf das in n. 104und 107 erwähnte, durch ihn zu 1078 herübergenommene Schreiben 0. 5106.