sagt, laß mich auß meinen warten rechtuertig oder ver-dampt werden, ich muß ye entweder dein Unwillen vnndvngnad, oder gottes zorn aufs mir tragen, so lang dueynen Christen veruolgest, vnd ich nit hilff retten, odermich alleyn zu helffen geneygt, anzeyg.
So weyß ich aufs keyn andere weise, dein vnchristlichleben züstraffen, dann ich sag vnd klag es allen Christen,was mich ye vnd ye an dir, wie lieb ich dich gehabt,geergert hat, vnd weil vns das Evangelium freiheyt zuglauben, vnd gemalt zu vrteyln gibt, so hör wie meinHertz alwegen gegen dir gestanden ist.
Lang bin ich mit deinen büchlin gebunden gewest, daßich nye weder dencken noch sagen Hab dürsten, daß du dersach unrecht thetest, do du wyder den kiinig von Engelland i)vnd andere der gleichen vnchristliche Bischoffen schribest,gefiel es mir wol, daß du ynen so weydlich in die wollengriffest, dweil sie so vermut vnd unsinnige leüt waren, vndalso tobeten wyder das Euangelium. Das aber kunth meinHertz nye gar glauben, daß du das alleyn auß lieb gottesthetest, sunder ich meynte ye, es were eyn teyl vmbs mütlezüknlen züthün.
Wann nun das Lateinisch volck kam, vnd wyder dichschrib (dann das war zeiten zu lang mit der logica vmb-gangen, vnd hett des lateins nit vyl vergessen) das kamdann recht an, do lerefiu sie züm ersten die grammaticavnd rechte construction, oder machst sie sunst mit eynemseltzamen syllogismo irr, aufs eyn solch fundament machstudarnach auß ynen eyn Esell, fragest aber selten nach dießerMethamorphosi, daß du auß ynen Christen gemacht hettest.
Do sich yderman lang mit der beicht zerret, vnd alleynbei gott gern Vergebung der fänden gesucht hett, do brachstuynen eyn ledigen münch oder Pfaffen, Es war dir alleyndarumb züthün, daß man die sünde höret, es müst nüreyn geschwetz sein, sagst, wir soltens auß grosser demüti-keit thün, vnd vns (aiijj auch für die süß der Menschenlegen, ja ich gabs zü, aber inn andern fachen, gott die
') ^ut^vortt äsutseb Llart. luitbers autk Llluix blsinriet>8vou LllAsIIkllä buob. 1522. (Lrl. 28, 344.)