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warumb das? daß es vnrecht ist? Neyn, man soll denirrenden weisen, vnd die, so vnrecht geschicht, helffen retten,daß es aber vngeschickt vnd on alle zierde der rede ist?Neyn, die warheyt mag leicht gezieret sein, vnd eyn ge-treüwes Hertz weyß nit vyl hoffgebrengs, das ich sunstkleynmütig vnnd erschrocken bin? Neyn, ich darff miteynem christen gantz ernstlich handeln, vnd jnen wol dautzen,Was machts dann? antwort, daß du die, so dich freünt-lich straffen wöllen, also vnfreüntlich abrichtest, Ey er-schrickt dann noch eyn christen vor dem andern? mag nochnit erlitten oder geduldet werden, vnder den christen eynfrei vnd brüderlich straff, dorffen wir noch eynander nitbrüder Endres heyssen? müssen wir noch eynander wyderdas wort christi wirdige doctores vnd magistri nostriheyssen? Solts darzü noch eyn schand vnd vnrecht sein,mit den eynfeltigen vnd armen bauren eyn grawen rocktragen-") welche christliche demütikeyt du dem Carolstathones weise, vnnd als eyn heüchlerische gleißnerei vnge-treülich fürwirffst.
Daß du aber so hoch in deinem glauben do herschwebest, daß du mit eynem güten vnd starcken gewissen,deine wydersacher wyder gottes geheyß, allein mit schelt-worten vmb werffen kanst, weyß ich nit, ich Halts darfür,daß eyn christ so demütig vnd zerschlagen muß sein, daßer sein fleysch (welches eyn yder mensch ist, er irre wie erwöll) inn keynen weg veracht, ich geschweig also teüfelevnd lester, daß du die irrenden Menschen (wie dich be-dunckt vnd du gern sehest) also schumpfierest, vnnd über diekalten klingen (wie du henckerisch daruon redest) springenkanst lassen,2) ist bei mir eynfeltigen brüder also ange-sehen, daß du in dißem deinem schreiben eyn zornig, vn-christlich, bitter Hertz, vnd gar eyn hitzig, reüterisch geblütgehabt hast. Darumb erger dich nit an mir lieber brüder,saij^s laß dich mein freiheyt nit erzürnen, dann was sollich anders von dir reden, dann daß mein Hertz zü dir
') VZI. biuibsr's ^Viclgr äis biwwlisobsn kropbstsn, Lrl.29, 140. 177. 210. 226. -
2 ) I. o. 8. 167.