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Aus dem Kampf der Schwärmer gegen Luther : drei Flugschriften
(1524, 1525)
Entstehung
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hätte Aufruhr zu machen, wie mir die lügenliaftige WeltSchuld gibt . . . Viel vom Nürnberger Volk rietken mir zupredigen, da antwortete ich, ich wäre um deswillen nichthinkommen, sondern mich durch den Druck zu verantworten.Wie dem nun auch sei, ob freiwillig, ob gezwungen, er ver-liess Nürnberg nach wenigen Tagen, wie sich schon daraus,ergiebt, dass in das viertel Jahr von Mitte September bis MitteDezember seine Reise nach Süddeutschland, sein Besuch inBasel bei Oecolampad, sein Besuch in Waldshut bei BalthasarHubmeier, sowie ein Aufenthalt von acht Wochen in Griessenim Klettgau (vgl. Bullinger, libri VI. adversus Anabaptistas.Tiguri 1560. fol. 2.), und von da seine Rückreise nach Mühl-hausen , wo er am 13. Dezember anlagte, unterzubringen ist.Auf dieser Wanderung nach Süddeutschland und der Schweiz,wodurch er hauptsächlich mit den dortigen verwandten Rich-tungen, besonders der wiedertäuferischen, Fühlung gewinnenwollte, sowie auf seine Rückkehr nach Mühlhausen, seineabermalige Austreibung und seine abermalige Rückkehr imFebruar 1525, womit die Endkatastrophe seines Lebens be-ginnt, ihn zu begleiten, liegt jedoch ausserhalb des Rahmensunserer Erörterung, die nur auf die Umstände seines Lebenseingehen konnte, welche für die Entstehung und zum Ver-ständnis der von uns edirten Schrift von Belang sind.

Quellen, ausser den schon gelegentlich angeführten:J. K. Seidemann, Thom. Münzer. Dresden und Leipzig1842 (infolge neuerer Forschungen mancher Berichtigung undErgänzung bedürftig); Nebe in der Zeitschr. des Harz. Ver.Bd. XX; Holzhausens Mitteilungen aus der MiihlhauserChronik, in: Schmidts Zeitschr. für Geschichtswissen-schaft. Bd. IV; Karstens in der Zeitsch. für thiiring. Gesch.Neue Folge Bd. IV; Köstlin, Luther, Bd. 1; Kolde, Mart.Luther, Bd. 2; Enders, Briefwechsel Luthers, Bd. 4.

III.

Ungefähr um dieselbe Zeit, wo Münzer Allstedt verliess,musste auch Carlstadt aus Orlamünde weichen. Die dortigePfarrei war eine Präbende des Archidiakons der Stiftskirchezu Wittenberg, der ihre Einkünfte bezog, die Pfarrei aber