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Aus dem Kampf der Schwärmer gegen Luther : drei Flugschriften
(1524, 1525)
Entstehung
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Einleitung.

I. II.

Nachdem Thomas Münzer im Frühjahr 1521 Zwickauteils infolge persönlichen Zwistes mit dem dortigen, damalsnoch der Reformation zugethanen Prediger Egranus, teilswegen seines kirchlich schwärmerischen und politisch revolu-tionären Auftretens hatte verlassen müssen, war er zwei Jahrelang ohne festen Wohnsitz umhergezogen, bis er, ohne vondem Kurfürsten präsentiert zu sein, 1523 um Ostern die Stelleals Prediger an der St. Johanniskirche in Allstedt bei Eis-leben erhielt. Seine schwärmerischen Ansichten, die auf un-verstandene und missverstandene Gedanken der mittelalter-lichen Mystik, besonders eines Tauler und Suso, znrückzuführensind, fanden bei den Bürgern des Städtchens, selbst bei demRat und dem kurfürstlichen Schösser Hans Zeys, Anklang,und so ging er, von diesen unterstützt, in der Umgestaltungdes dortigen Kirchenwesens mit stürmischem Eifer voran.Schon gleich bei seinem Amtsantritt konnte er es bei derStimmung, mit welcher ihm die Bürgerschaft entgegenkam,wagen, eine durchaus deutsche Liturgie einzuführen, noch eheLuther solches in Wittenberg unternahm. Er hatte aberGrösseres noch vor.Es bedarf eines neuen Johannes, derim Geiste Eliä auftrete, wozu er in sich selbst den Beruffühlte,die lautbaren beweglichen Posaunen zu blasen, dasssie erschallen mit dem Eifer der Kunst Gottes, keinen Menschenanf dieser Erde zu verschonen, der dem Worte Gottes wider-strebe. Eine gewaltsame Vertilgung der Gottlosen, eine ge-waltthiitige Vernichtung der Abgötterei war es, das er forderteund anszufiihren begann. In diesem Geist unternahm er am