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Aus dem Kampf der Schwärmer gegen Luther : drei Flugschriften
(1524, 1525)
Entstehung
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und Vcrwandnisscn ernstlich verboten, den genannten Dr.Carlstadt weder zu hausen, zu herbergen, unterzuschleifen, zuätzen, tränken oder fiirzuscliieben, auch seine liücher, Schriftenund Lehren weder feil zu haben, zu verkaufen oder zu kaufen,heimlich oder öffentlich, in kein Weis noch Weg, als liebeinem Jeden sein kaiserl. Maj. und dos Reichs, auch einesEhrbarn Raths schwere Ungnad und Straf, die gegen einemjeden Ueberfahrer gestattet werden und geschehen soll. Dasam Rathaus angeschlagene Edict wurde jedoch heimlichabgerissen und Carlstadt blieb mit Unterstützung Kumpfs indes Tuchscheerers Philipp Schleyt Haus versteckt, und liessweitere Schriften Uber das Abendmahl ausgehen, die zuRothenburg heimlich gedruckt wurden. (Ein RothenburgerDrucker Cunz Kern gehört dem im Aufruhr gebildeten 42 erAusschuss an und wird im Verzeichnis derjenigen, welchedem Rat übel nachgeredet und auf Seiten der Bauern waren,aufgeführt, verbannt und in 40 Gulden Strafe genommen.)

ln dieser Zeit war eine Aussöhnung mit Luther nahe ge-wesen. Dieser blieb trotz allem, wenigstens damals noch,persönlich Carlstadt nicht abgeneigt, so dass er ihn mit dem un-geratenen und doch von David geliebten Absalom vergleicht,wenn er am 3. Oktober 1524 an Spalatin schreibt: Mihi quo-que ferendus est Absalom. Deshalb aber konnte er dochnicht auf seine Irrlehren und die gegen ihn selbst ergangenenAngriffe stille schweigen, und so erschien zu Neujahr 1525der erste, Ende Januar der zweite Teil seiner SchriftWiderdie himmlischen Propheten. Im ersten Teil wendet er sichgegen Carlstadts Verwerfung der Bilder, der Ceremonien u.s. w., auch kommt er hier auf die Notwendigkeit seiner Ver-treibung zu sprechen; im zweiten Teil bekämpft er Carl-stadts Abendmahlslehre, welche schon im Jahre vorher durchUrban Regius in der S. 46 1 erwähnten Schrift ihren erstenGegner gefunden hatte. Schon im Dezember, wahrscheinlichnach seiner Rückkehr nach Rothenburg, hatte Carlstadt inder Not, in die ihn die Verbannung gebracht, sich an Lutherbrieffich um Aussöhnung gewendet und dieser ihm auch am23. Dezember in einem verlorenen Briefe nicht unfreundlichgeantwortet, der jedoch erst am IS. Februar in CarlstadtsHände kam, worauf dieser noch am nämlichen Tage in einem