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Aus dem Kampf der Schwärmer gegen Luther : drei Flugschriften
(1524, 1525)
Entstehung
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XI
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XI

unüberwunden, vertrieben durch Maitinum Lutherum. Erwandte sich zunächst seiner Heimat Franken zu, und ging nachRothenburg an der Tauber, wahrscheinlich weil dort sein ehe-maliger Wittenberger College und Gesinnungsgenosse JohannesDeuschlin Prediger war. Aber noch im Oktober wanderteer weiter, ging nach Süddeutschland und der Schweiz, hieltsich, überall aber nur kurz, in Strassburg, Basel und Zürichauf, Hess unterwegs verschiedene Streitschriften drucken, undkehrte noch vor Ablauf des Jahres nach Rothenburg zurück.

In der Reichsstadt Rothenburg predigte schon um dieZeit des Wormser Reichstags der unbekannt wann? alsPrediger dahin gekommene Wittenberger Professor und I)r.der Theologie Johannes Deuschlin (auch Teuschel; Alb. Yiteb.ed. Förstemann p. 27: Dns. Johannes Teuschleyn deFrickenhausen arcium magister. sacre theologie professor huiusstudij, inscribiert Oktober 1505) in der neuen Weise. In seinervorreformatorischen) sowie in seiner reformatorischen Wirksam-keit berührt er sich nahe mit dem Wiedertäufer BalthasarHubmeier. Wie dieser durch seine Predigten in Regensburg1519 einen Judensturm erregte, bei welchem die Synagogeniedergerissen und an ihrer Stelle die Kapelle zur schönenMaria errichtet wurde, die bald ein beliebter Wallfahrtsortwurde, so hatte auch Deuschlin, vielleicht um dieselbe Zeit(Zweifel sagt:vor 4 oder 5 Jahren davor, nämlich vor1524), durch seine Predigten das gemeine Volk dermassengegen die Juden aufgereizt, dass diese, um den Unbildendes Volks zu entgehen, letztlich vom Rat Urlaub begehrtenund von Rothenburg wegzogen. Darauf wurde die Synagogegestürmt, erbrochen, ein Marienbild hineingesetzt und sie zueiner Kapelle der reinen Maria umgewandelt. In gleich stür-mischer Weise scheint er das Evangelium verkündigt zu haben,ohne dass es jedoch bis jetzt zu Thätlichkeiten gekommen war.Der verbannte Carlstadt ward hier mit offenen Armen auf-genommen. Nicht nur der Prediger Deuschlin, und derPfarrer sowie Deutschordens-Comthur Caspar Christan, auch derAlt-Bürgermeister Ehrnhard Kumpf u. A. gehörten bald zuseinen eifrigsten Anhängern. Letzterer führte ihn sogar nachdem benachbarten, dem Markgrafen Casimir von Brandenburggehörigen Crailshaiin,vielleicht den Pfarrer daselbsten