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Aus dem Kampf der Schwärmer gegen Luther : drei Flugschriften
(1524, 1525)
Entstehung
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gelassen, und auf dessen Drohung, selber eingreifen und dasbelobte Evangelium verfolgen müssen, wenn der Kurfürstnicht Abhilfe schaffte.

Münzer wandte sich zunächst nach der freien ReichsstadtMühlhausen, wodurch er sich einerseits der fürstlichen Gewaltentzog, andererseits hoffen konnte, hier auf dem seit demFrühjahr 1523 durch seinen Gesinnungsgenossen HeinrichPfeifer, auch Schwertfeger genannt, einen ausgelaufenenMönch, zubereiteten Boden seine Pläne des gewaltsamen Um-sturzes ausführen zu können. Luthers am 21. August vonWeimar aus geschriebener Warnungsbrief an die Mühlhausenerkam zu spät, Münzer war schon in der Stadt und hatte be-reits mehrfache Unruhen erregt. Doch besass der Rat dies-mal noch so viel Macht, den Aufruhr niederzuhalten undMünzer nebst Pfeifer zu nötigen, dass sie am 20. Septemberdie Stadt verliessen. Sie gingen nach Nürnberg, und hierliess Münzer unsere zweite Schrift drucken, die wohl schonin Mühlhausen verfassteHochverursachte Schutzrede, derenAbfassungszeit also jedenfalls in den September 1524 anzu-setzen ist. Als dem Rat die ohne seine Censur gedruckteSchrift bekannt wurde, liess er alle Exemplare, die nochvorhanden, confiscieren und den Druckergesellen des HansPiergott, der das Buch ohne Wissen seines Meisters gedruckthatte, am 31. Oktober ins Lochgefängnis sperren. MünzersAufenthalt in Nürnberg aber kann nur wenige Tage gedauerthaben, während der mit ihm gekommene Pfeifer etwa einenMonat lang blieb, bis er am 29. Oktober vom Rat ausgewiesenwurde. Ob Münzer ebenfalls, wie Melanchthon sagt (HistoriaThomä Münzers, des Anfängers der Diiringischen Auffruhr,sehr nützlich zu lesen, in Luthers Werken Altenburg. Ausg.III, 128), durch den Rat zeitlich aus der Stadt gejagt wurde,oder ob er freiwillig weiter ging, muss dahin gestellt bleiben.Letzteres behauptet Münzer selbst in einem Briefe an ChristophMeinhard, einen Bürger zu Eisleben und Vetter des AllstedterSchössers Zeys, dem er schreibt (Altenb. III, 111):Ichhabe meine Lehre lassen zu Nürnberg drücken, und siewollen beim Römischen Reich Dauck verdienen sie zu unter-drücken; ich bin entschuldigt. Ich wollt wohl ein fein Spielmit den von Nürnberg angerichtet haben, wenn ich Lust