zeugung von der eignen Trefflichkeit, sondern nnr —seiner alltäglichen Erfahrung und seinem gemeinenMenschenverstände darf jeder Schriftsteller, der zueinem englischen Publikum spricht, in gutem Ernstedas Vewnßtseyn haben und aussprechen, daß dasentscheidende llrtheil über ihn nicht von der Jury zuerwarten steht, vor welcher er zuerst vernommenwird. Die literarische Geschichte der Gegenwart be-steht aus einer Reihe von umgestoßenen Urtheils-sprüchcn.
Aber diese Unsicherheit muß noch wesentlicherjedem Schriftsteller sich fühlbar machen, der, wennauch nur bescheiden und mit schwacher Kraft, in derSchule arbeitet und schafft, die ich die intellektuellegenannt habe, und die immer mehr oder weniger imWiderstreit mit den gemeinen Geschmacksforderungenstehen muß; es ist ihre harte Pflicht und nvthwen-dige Aufgabe, die schläfrige Friedseligkeit des all-täglichen Geschmacks anfznstörcn und zu ärgern, dennwenn sie dieß nicht thäte, könnte sie weder erhebennoch rühren. Wer die niederländische Kunst fahrenläßt, um die iialiänische zu ergreifen, muß sich stetigdurch das Dunkel durcharbciten, um die Grundsätzeans Licht zu bringen, auf welche er seinen Entwurfgründet, nach welchen er sich in seiner Ausführung