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genau zu nehmen, als mit der im nächsten gedieht gegebenen,dasz er schon lange einer spröden dame diene 1 ): es ist dieseiu ganz konventionell gehaltenes werk nach alter Schablone.
Die entwicklung ist bis zu diesem punkte organisch undverständlich, von der höhe des höchsten enthusiasmus fürfrauendienst führt sie konsequent, schrittweise abwärts bis zueiner rein äuszerlichen minnepoesie, mit starkem hervortretendes lehrhaften elements. sein gesunder sinn und auch seinruhiges, wenig emplindsames gemtit haben Hartmann vondieser minniglichen Seite des ritterlichen lebens weggefiihrt.nur die mode hält ihn noch dort fest.
Aber diese entwicklung wird plötzlich unterbrochen, miteinem male führen die gedichte Hartmanns, der mittlerweileauch älter geworden ist und wohl den ritterschlag empfangenhat, zu der ersten, ja einer noch höheren höhe zurück, zumzweiten male mitten in die minnepoesie hinein, und, was nochmerkwürdiger ist, dies mit groszer wärme, ja mit Schwung imausdruck — bisher am dichter fast unbekannte dinge.
Hierher gehören fünf, zeitlich gewis sehr nahe stehendegedichte, von denen die drei ersten alle eine trennung zweierliebenden zum gegenständ haben, die letzten zwei eine glück-liche Vereinigung nach vorangegangener Scheidung, diese sindschwerlich fingiert, wenn auch wohl etwas gehoben, aber auch hiergeht IIartmann nicht gleich aus sich heraus, sondern verbirgtsich lieber hinter der maske einer dame, als dasz er die eigeneeinpfindung hervorströmen liesze. der gegensatz zu den früherengcdichten wirdum so augenfälliger, als wir Hartmanns poesie zwaran teehuik und darstellungskunst zunehmen, inhaltlich aber rechtdürftig werden sahen, es muszirgend ein ereignis eingetreten sein,was diesen Umschwung, diese wärme der empfindung motiviert,dies kann nur das in jenen gedickten erwähnte miuneverhältnissein, an dem der dichter wirklich mit dem herzen beteiligt war.er liebt eine dame, aber der verkehr mit ihr wird ihm zuerstunmöglich gemacht, die gemütsstimmung, in die er dadurchgerät, wird in den ersten drei gedickten poetisch zum aus-druck gebracht. 2 ) endlich gelingt es ihm, der dame seineneigung bemerklich zu machen: sie nahm es ,so auf, dasz
») 209 , 5 .
2 ) 217 , 14 ; 212 , 37 ; 214 , 12 .