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schaftlicliem schmerz, wie iiherscliwenglicher freude zurück,das gestellt er auch einmal selber: mir ist nie liebes oder un-gemacli geschehen, ich leite übele noch mol, und darum kannmein mund auch nicht so ergreifend davon erzählen, wie diees verstehen, die beides freude und leid erfahren haben.
Diese ruhigere, kühlere gemütsart muszte durch das lebenim kloster gewahrt und noch stärker entfaltet werden, zu-gleich lag aber sehr nahe, dasz dem knaben eine neigung fürdas religiöse, zur weltflucht eingeimpft wurde, unbewuszt wirdHartmanns gerade in dieser beziehung sehr empfänglicher sinnmanche eindrücke aufgenommen haben, die für sein wesenbestimmend wurden.
Will man mit einem worte Hartmann als dichter undmensch charakterisieren, so nenne man ihn, wie es gern ge-schieht, den dichter der mäze. man musz freilich das wortetwas weiter und tiefer fassen als gewöhnlich, das höfischegebot der mäze , dem ein Walther nur schwer sich fügt, istfür Hartmann wie geschaffen, weil diese eigenschaft die grund-lage seines Charakters bildet, mäze beherrscht ihn in seinemausdruck, in seinem handeln, ja in seinem empfinden: er kannja weder rechte freude noch rechtes leid, tief wie andere, er-fassen. er ist viel leidenschaftsloser, die minne bezwingtauch ihn, den jüngling, gar gewaltig, so dasz er eine damezu minnen beginnt, aber er minnt ze mäze, so wie es sichgeziemt.
So tritt er plötzlich in das hofleben ein mit eigen-schaften, die ihn über kurz oder lang in konflikt mit demganzen flotten treiben der ritterlichen gesellschaft bringenmuszten. in seinen natürlichen und unbefangenen anschau-ungen waren die elemente gegeben für einen gegensatz zuden etwas überspannten, fantastischen bestrebungen und ge-danken der ritter. sein ernster sinn, durch religiöse eindrückenoch beeinfluszt, konnte im geeigneten moment zur weltfluchtwerden, und überhaupt die ganze individualität des talentvollenjüuglings muszte mit den forderungen, welche die gesellschaftdamals an die poesie stellte, in Widerspruch geraten, dennwer wie Hartmann mit seinem subjektiven fühlen und handelnimmer seiner eigenen reflexion objekt ist, wem die empfindung
Saran, Hartmann von Aue als lyriker. 7