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Hartmann von Aue als Lyriker : eine literarhistorische Untersuchung
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einmal für die riclitigkeit des bisher gewonnenen, zweitens aberauch für die brauclibarkeit der hilfsmittel selber, und da vonnun ab bei weiterem rückwärtsgehen uns das erste kriterium,analyse des inhalts, fast ganz versagt, so ist es zeit aus dem bisjetzt gesicherten resultat einen ersatz zu suchen, dies ist dietatsache, dasz unser dichter einen von ihm gefundenenton nur eine zeit lang braucht und nach erfindung einesneuen nicht auf einen älteren zurückgreift, die gedickteder besprochenen sechs töne müssen in dieser weise verfaszt sein,denn nie ist grund vorhanden, ein lied aus einem ton seinesinhalts wegen etwa in die mitte eines andern zu setzen, allegedickte bilden vielmehr eine lange reihe, in welcher durchdie töne kleinere, wol auch zeitlich von einander getrenntegruppen 1 ) abgeteilt werden 2 ), im mittelpunkt einer solchengruppe steht meist ein bestimmter gedanke, gleichsam als themades ganzen, von den hier noch nicht besprochenen tönen sind sechsdurch ein lied ganz ausgefüllt, wir haben also schon 12 von 16fällen, in denen obigeregel sicher stimmt! darum vergleichenwir mit recht die auftaktverlniltnisse bezw. die dieselben zumausdruck bringenden procentzahlen der ganzen töne, alsder natürlich gegebenen abschnitte und nicht die der einzel-nen Strophen.

Auszerdem giebt von jetzt an das metrische kriteriumschärfere differenzen zwischen den tönen, weil wir uns nun-mehr dem anfang von Hartmanns dichterischer tätigkeit nähern,ein nicht geringer halt für die riclitigkeit des eingeschlagenenVerfahrens ist auch die leicht zu machende beobachtung, dasznun die gedickte allmählich immer kühler und steifer werden,wie es naturgemäsz bei einem anfänger in der kirnst ist, unddasz sich am ende unserer reihe auch alle die gedickte ein-finden, welche schon der blosze anblick für jugendgedichteerklärt 3 ), zb. ton XIII (216, 29).

Es würde demnach vor ton II (206, 19), ton X (214, 12)fallen, die zahl der auftaktlosen verse ist 9 %. der auftakt istzweimal zweisilbig, das gedieht verrät warme empfindung undsteht den besprochenen nahe, aus unserer anordnung folgt,

') stroplienkreise, stroplienketten, aucli einzelstrophen. 2 ) dasselberesultat ergiebt eine betrachtung der in seinen roman aufgenommenenlieder Liechtensteins. 3 ) Schreyer s. 28.