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sagen, einer Epoche, zu deren vornehmsten, letzten NePräsentanten und Führern Bendemann ewig zählen wird.
Auch der „Guckkasten" ist in dem großen Saaleausgestellt. In langen Reihen hängen die interessantenKöpfe der einzigen Sammlung nebeneinander und schauenuns an, mit sprechenden, fragenden Angen, als ab siesich nach nnserm ästhetischen Glaubensbekenntnis, nachrmscrer kritischen Kapazität erkundigen wallten. Mirwurde beim Wiedersehen der prächtigen Kollektiv» gar-eigen zu Mute. Wiederum glaubte ich in meinen Ohrendie Stimme des alten Meisters und seine Erklärungender Bildnisse zu Horen, seine lebhaften Züge vor mirzn sehen und es hätte mich kaum staunen gemacht, wennseine kleine, schmächtige Figur anö dem Rahmen seinee-schönen Crvla'schen Porträts plötzlich hervorgetrete» undneben mich geschritten wäre und seine Hand die einzelnenBlätter vor mir nmgewendet hätte, wie an jenem längstentschwundenen SommerbesuchStage.
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Die chronologische Reihenfvlge der Bendcmann'schenWerke sagt nnS, daß die ProdnklivnSkrnft des Meistersin den dreißiger und vierziger Jahren des Jahrhunderte-alt, fruchtbarsten sich äußerte. 1882 entstanden seine„Trauernden Juden", 183b die „zwei Mädchen amBrunnen", 1834 die „Tächter des Serbensürsten" und dieersten Entwürfe zu den Wüstenbildern, 1836 sein „Jere-mias auf den Trümmern von Jerusalem" ' und „dieErnte", also feine populärsten Gemälde. 1838, als erzum Professur an die Dresdener Akademie berufenwurde, begann er die Entwürfe zu den Wandgemäldenim Thron und Stttndesaale des dortigen Schlosses,welche ihn, nebst denjenigen zum Tnrmsa'ale, die leidernicht ausgeführt wurden, bis 1846 in Anspruch nahmen.Die Jahre 1847 bis 1855 bringen die Fresken imBall- und Konzcrtsaale des sächsischen KönigsschlosteS.Dann scheint mit geringen Unterbrechungen eine längerePause einzutreten, wohl veranlaßt durch' die Arbeitslast,welche ihm die 1859 erfolgte Uevernahme der Leitung-der Düsseldorfer Akademie verursachte. 1864 schuf er