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den, wie denn Bendemann seinerseits, allerdings weitumfassender und vielseitiger, auch wieder auf anderewirkte.
Die ausgestellten Kartons und Studien zu seinenmonumentalen Fresko-Malereien können, wie schon be-merkt, nur dein Kenner dieser den richtigen Genuß ge-währen. ES inangelt ihnen die Farbe, „die eigentlicheSprache des Seelischen in der Kunst," wie Woltmanneinmal sagt, und ohne diese ist die Rede des Malersmanchem nur halb oder gar nicht verständlich. Eineganz besondere Freude erregte mir der Karton „Pene-lope", dessen Ausführung das Antwerpencr Museum be-sitzt. Das Bild, auch in photographischer Reproduktionhier vorhanden, war mir noch unbekannt. Vielleicht hatdem Meister bei der Konzipirung dieser wundervollenGestalt die Stelle deS vierten Gesanges der Odysseevorgeschwebt, wo die Gattin des erfindungsreichen Ody-sseus in banger Sorge um ihren Sohn, den die mutigenFreier bei seiner Heimkehr ermorden wollen, auf ihrem.Lager sitzt.
' „Jen' im oberen Söller, die sinnige Penelopeia,Legte sich ohne Kost, nicht Trank noch Speise genießend,Angstvoll, ob er entflöhe dem Tot, ihr edeler Sprvßling,Ob' ihn tilgte die Macht der übermütige» Freier.
Also sinnt unruhig ein Löw' in der Männer Getümmel,Bang' im Geist, wann jene den trüglichen Kreis umher-
zicyn:
Also sann sie voll Angst" — —
Vielleicht auch, daß er nur die um den verloren ge-glaubten Gemahl trauernde Penelope, die „treu herz-einnehmende Gattin", darzustellcn beabsichtigte. Seidem wie ihm sei — einen klassischeren, schöneren, sprechenderenPrototypus jener unvergänglichen Jdcalgestalt, als denin diesem Karton gegebenen, wüßte ich kaum namhaftzu machen.
Wie aus einer besseren, edleren, reineren Welt, somntet e§ unS aus den reichen Kunstgebilden an. Wirwissen: wir stehen hier unter Schöpfungen einer abge-schlossene», beendeten Kunstepoche und wenn tvir cs nichtwüßten, unser ästhetisches Empfinden müßte cs nns