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Werte geschaffen zu haben, Gemälde, die feste» histori-schen Kurs Hube», und nichr bloße Versuche, die heutemit keinem Gelbe bezahlbar erscheinen und morgen viel-leicht keiiien Käufer inehr finden. Bon Meistern, dieso arbeiten, haben wir nur wenige in Deutschland undauf unserer Jubiläumsausstellung sind dieselben durchnichts ihrer Würdiges vertreten." — —
Ich !veiß nicht, ob Grimm Porträts von Bendcmannkennt, oder ob Bcndemann die Berliner Jubiläumsaus-stellung mit Porträts beschickt har — das aber weiß ich,daß diese seine Bildnisse auch den Wettkampf mit denrühmenswertesten englischen Porträtisten nicht zu scheuenbrauchen. „Uipüti ominerv vickviitur ot t'ulmen vxt-atabnl-im 688o!- sagte Plinins von dem Alexander desApellcs und Manage, als er Tv Maars Karthäuser sah,brach in die bezeichnenden Worte auS: „Saas 'la rü^Ieil parlerait!" Die in diesen beiden Aussprüchen bekun-dete Unmittelbarkeit der malerische» Wirkung, der künst-lerischen Täuschung, finde ich auch in den meisten Porträts unseres Meisters. Ihre Lebendigkeit ist eine frap-pierende. Selbst diejenigen, deren Originale uns unbe-kannt sind, erwecken sofort die Ueberzeugung, daß hierein wahrhaft Lebendiges, Wirkliches reproduziert ist, daßdaS Original des Porträts so wie es hier dargestelltund nicht anders, notwendig ausschen müsse.
Manche unserer Kunsthistoriker lassen Bcndemann beiseinem Eintritt in die Düsseldorfer Akademie sofort alsSchüler von Friedrich Wilhelm von Schadvw auftreten,vielleicht irritiert durch die intime verwandtschaftlicheBeziehung, in welche er später zu diesem Künstler trauIn Wirklichkeit ist jedoch nicht Scbadow, sondern derMaler Julius Hübner, der mit Bendcmann zusammenauch die Illustrationen des Nibelungenliedes schuf, seinDüsseldorfer Lehrer gewesen, und 'wenn der Schülerauch den Lehrer in der Folge tief in Schatten stellte —Hübners „Hiob mit seinen Freunden ans den Trümmernseines Hansea" z. B. würde ohne Bendemanns „Jeremias" kaum entstanden sein — io ist derselbe doch ansdein Gebiete der Portraitmalerei ganz gewiß in bedeu-tendem Grade fördernd und bestimmend für ihn gewvr-