vorhanden als seine 18,2 für die Berliner Nntional-galerie gemalte Wegführung der Inden in die baby-lonische Gefangenschaft. Nicht einmal die verschiedenenStiche dieser populären Kompositionen sind ausgestellt.Die emsigen Originale sind die weniger bekannten Bil-der: „Wo Barthel Must holt/' eine im Besitze derFrau Direktor P. Hübner in Losthwitz bei Dresdenbefindliche allerliebste'/ mythologisierende ° Persiflage desasketischen Mönchtums, „OdysseuS und Penelope"/(Eigentum des Kunstvercins zu Kassel), eine Oelskizzezu dem Bilde „Kain und Abel" und das unvollendeteGemälde „Zion und Babel", die beiden letzteren eben-falls im Privatbesitz. Desto reicher und ° umfassenderaber sind die Oel-Portraits de§ Meisters vertreten, de-ren im ganzen 28 und zwar aus den verschiedenstenSchaffensperioden und in den verschiedensten Grastenund Auffassungen sich vurfinden. Wahre Prachtstückedarunter sind die Bildnisse der Gattin Bendemnnn'sgemalt 1847, eine wahrhaft ideale, malerische Personi-fikation werblicher Anmut, Sinnigkeit und Jugendschmn zvon Joseph Joachim, den grasten Geiger ui lebens-groster Gestalt und sprechendster Wahrheit als voll-kräftigen Mann, am Notenpult stehend, die geliebteGeige unter dem rechten Arme, darstellend/ von Generalvon Obernitz, Frau Bürgers in Köln, von WilhelmCamvhausen und Wilhelm von Schadow, beide im Besitzder königl. Akademie der Künste und der Kunsthalle zuDüsseldorf/ von Georg Besclcr und dem Historiker Joh.Gustav Droysen, worunter das letztgenannte durch dieunübertrefflich gemalten Hände nuffällt,' das Selbst.Portrait des Künstlers, gemalt im Jahre 1872 und dasBildnis seiner Gattin im Alter, alles Werke, die Bende-mann in die Bordcrreihe unserer begabtesten Portrait-maler stellen. Schade, das; die Ausstellung sein für dieAnlwerpcner Akademie gemaltes Selbstpvrtrait, daS ichs. Z. in seinem Atelier sah, nicht enthält. ES ist entschiedeneines der besten Bildnisse Bcndemanns, wenn nicht daSbeste überhaupt, jedenfalls das beste seiner SclbstportraitS.
Auch zu diesen Portraits bringt die Ausstellung einereiche Anzahl von Skizzen und Studien. Selbst zu dem