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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
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Abhandlung über den Ulenspiegel.

jilso von dom Studium der freien Künste zu dem der Theologieübergegangen und halte deshalb zu Paris verweilt, hatte dort je-doch Keinen akademischen Grad erworben, und es bleibt alsoder ihm von Thomas Wolf 1 ) gemachte Vorwurf, dass er diesnicht habe erreichen können, als richtig bestehen. Er hatteübrigens Paris schon verlassen und hielt sich zu Freiburg auf,als er die Widmung an seinen Freund schrieb.

Es ist demnach die bekanntere Schrift Murners, der Tracta lusperutilis de phitonico contractu... Ad instantiam Gene-rosi domini Johannis Wocrnher de Moerspcrg compilatus 2 ), nichtder Erstling seiner Feder, da diese freilich in demselben Jahre1499, aber nach der auf dem Drucke angegebenen Zeit:Solein XVII. grado libre gradiente, im October vollendet wurde.Sie wurde auf der Hochschule zu Freiburg im Breisgau geschrie-ben. Die Angaben, welche beide Schriften dem Jahre 1494 zu-weisen, sind irrig, wie ich mich bei letzterer durch mein eigenesExemplar 3 ) dieses seltenen Druckes überzeugt habe. Der Gön-ner, welchem Murner den Tractat widmet, war damals Hectorder dortigen Universität 4 ) ; er wird auch Baro dominusijue inMorsperg et Befordt betitelt und wird häufiger in seinen Schrif-ten genannt. Er ist derselbe, der noch in dem Gedicht:Vomgrossen lutherischen Abarren 1522 im Bundesgenoss XIIIneben den Murners Vater wohlbekannten, verstorbenen Schwei-zern, Dr. G rei ff, Ritter Peter und Uli von Stauf-fen 5 ) aufgeführt wird, und einen Sohn, der dort gleichfalls Uli

1. Hinter der Defensio Germaniae J. Wimp h el ingii. ltieggerAmoenitates academiae Friburgensis p. 214. 2. Vergleiche Waldau a. a.

0. S. 38. Die Schrift ist zu Freiburg gedruckt und enthält 12 Blätter in 4.Sie ist wieder ahgcdruckt in Jak. Sprengers Malleus maleficarum. Fran-co!. ad Mocn. ap. Nie. Rasscum 1580 in 8. Spätere Ausgaben: Frankfurt1588 in 8. und Lugduni in 4. sind angeführt in Dähnert Acad. Cryphis-wald. hihi. T. II. Eine Ausgabe : Frankfurt a. M. 1600 befindet sich zuWolfenbiiltel. 3. Ein anderes befindet sich zu München ; zu Wien eine Aus-gabe o. Ort und Jahr. 4. R i e g g er a. a. 0. S. 5. 5. Uli von S ta of-

fen ist uns aus der ersten Ausgabe von S. R rants Narrenschiff als Holz-schneider bekannt. S. Strobels Ausgabe S. 38. Murner nennt ihn auchin der Schelmenzunft Cap. II. Auch die beiden Ersten finden sich da-selbst: Abschnittvom grossen Rühmen (der LXXVI. Narr.) , wo der RitterPeter von llrundrut etwas verhöhnt und Dr. GrcilT gepriesen wird.