Abfassung des Buches.
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Nr. 63 — 66 betreffen verwandte Gewerbe.
Nr. 67— 73 enthalten verschiedenartige Schwänke, derenQuellen meistens nachweisbar sind.
Nr. 75 — 86 beziehen sich sämmtlich auf Wirthe und Be-wirthung, wohin also auch Nr. 33 richtiger gehört hätte.
Nr. 87 — 89 folgen drei anderweitige Historien.
Nr. 90—96 erzählen von der Krankheit, dem Testament,Tod und Grab des Ulenspiegel.
Diese Uebersicht wird lehrreich, wenn wir sie zu den bis-her nachgewiesenen Quellen halten. Es zeigt sich nämlich, dassdiese sich gefunden haben oder doch zu ermitteln sind für diemeisten Erzählungen, welche nicht Tills Jugend und letzten Tage,so wie alle mit den Handwerkern verübten Schwänke betreffen,also Nr. 39 — 62, nebst den vorher eingereihten Nr. 18 — 20.Diese bilden ersichtlich die eigentliche Tills-Legende, den Kern,an welchen andere Sagen angereiht sind. Sie spielen alle inNiedersachsen, meistens in den nach damaligem Sprachgebrauchso benannten Wendischen Städten. Wenn man nun diese Hand-werker-Erzählungen zusammen betrachtet, so wird es zunächstauffallen, wie Ulenspiegel, so vielerlei ein verschmitzter Vagabundauch nacheinander versuchen kann, es vermochte, bei so vielenHandwerkern hinter einander sich eine Anstellung zu verschaffen,da bekanntlich nach heutigen Ansichten der Handwerker, welchereinmal für ein Gewerbe sich bestimmt hat, dasselbe nicht leichtverlassen kann, weil die Aufnahme der wandernden Gesellen beieinem Meister nicht ohne bündige Legitimation geschehen darf.Wie konnte denn Ulenspiegel alle Jahre oder Monate ein neuesHandwerk betreiben? Oder wie konnte der Dichter ihn so dar-zustcllen versuchen, wie etwa der angelsächsische Scalde denWanderer von einem zu dem anderen, durch Raum und Zeitoft weit getrennten Volksstamme ziehen lässt?
Jener hieraul gestützte Einwand verliert aber an Gewichtund führt vielmehr zu einiger Begründung der Wahrscheinlich-keiten , wenn wir annehmen dürfen, dass die betreffenden Ord-nungen und Gesetze der Handwerker erst der Entwickelung desStädtewesens ihre Entstehung verdanken, und in der späterlange erhaltenen strengen Form erst im vierzehnten Jahrhunderte