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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
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Abhandlung über den Ulenspiegel.

Schlosses Ampleve. Auch finden sich einige, wenn gleich nursehr wenige Spuren in den Erzählungen, welche die ursprüng-liche Grundlage des Ulenspiegel gebildet haben, um auf einenniedersächsischen Text hinzuweisen. Unter diesen ist die Grab-schrift Ulenspiegels die wichtigste, wo unsere hochdeutschenTexte für das Zeitwort erheben eine Form "erhaben zuschaffen sich gezwungen sahen, um nur auf begraben zn rei-men. Andere Spuren finden sich in der irrigen Benennung desOrtes Köhlingen, Hist. XVI., vielleicht auch in den verwischtenReimen der Hist. XLI.

Von besonderem Interesse wird die älteste Ausgabe auchdadurch, dass sie, flüchtig wie sie gearbeitet ist, uns durch ihreAnordnung den Plan des ursprünglichen Herausgebers deutlicherüberschauen lässt, als die späteren mit den willkürlich einge-schalteten Zusätzen. Es ergiebt sich bald, dass die Erzählungenweder nach einer Zeitfolge, noch nach den Orten der Begeben-heiten aneinander gereiht sind, sondern nach gewissen Gattun-gen der Schwänke. Als die Ordnung unseres Buches ist diefolgende zu erkennen.

Nr. 1 9. Herkunft und Jugendstreiche des Till Ulenspie-gel, wozu auch vielleicht Nr. 10 und 21 noch gerechnet wer-den können.

Nr. 11 13. Tills Schwänke bei dem Pfarrer zu Buden-steten.

Nr. 1417. Marktschreier- und Quacksalbernovellen.

Nr. 18 20. Drei Brot und Bäcker betreffende Schwänke.

Nr. 22 27. Sechs sehr verschiedenartige Geschichten,welche aber darin übereinstimmen, dass der Possenreisser indenselben weltlichen Fürsten gegenübersteht, welche er über-listet.

Nr. 28 und 29 verhöhnen die Weisheit der Universitäten,so wie Nr. 30 diejenigen anderer Klugen.

Nr. 3138 mit einigen Ausnahmen betreffen geistlicheHerren.

Nr. 39 62 erzählen sämmtlicli von gefoppten Handwer-kern; auch Nr. 74, welche später gestellt, wie oben Nr. 18bis 20, die Bäcker betreffend, voran gestellt waren.