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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
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Der geschichtliche Ulenspiegel.

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benannten Städte und Dörfer in Deutschland, und nur Nürnberg,Frankfurt und Marburg nicht in Sachsen. Alle kleinen Orte undDörfer aber liegen unfern von Braunschweig, und diese sind cs,von denen auch in den meisten Ausgaben manche mehr oderminder undeutlich geworden sind. Wie wir in den Erläuterun-gen näher nachgewiesen haben, zeigen sich in unserem Textestatt so mancher bis zur Unkenntlichkeit entstellten Namen, wieder Wald Gelbe oder Seih, der Ort, wo die Bürger oder Bauernzu Gericht sassen, das Pfarrdorf Biesenburg, die Stadt Midcs-lieim, Strasfort, für den Wald Elm bei Kneitlingen, die alte Asse-burg, das Archidiaconat Kissenbrügge, die Bischofsstadt Ilildes-heim, das nicht unbekannte Stasfurt. Bei so vielen gewonnenenneuen Standpunkten konnte man den kleineren Orten und Dör-fern, welche im Volksbuche genannt werden, gleichfalls mit Sicher-heit ihre Lage anweisen. Dem Leser dürfte daher die für unserBuch entworfene Karte über Ulenspiegels Fahrten von Interessesein, und diese die Ansicht über die Entstehung und die geschicht-liche Grundlage desselben wesentlich fördern. Durch diese geo-graphischen Aufklärungen erkennen wir deutlich den vaterlän-dischen Boden mit seinen Städten, Klöstern, Dörfern, Wäldernund Flüssen, und können wir auch einigermaassen eine Zeitpe-riode erkennen, zu deren näherer Begründung wir jetzt mit mehrVertrauen die geschichtlichen Daten untersuchen.

Nachdem wir manchen Historien eine ältere Quelle nach-gewiesen haben, welche Murner, oder wer schon sein Vorgängergewesen sein mag, mit vieler Gewandtheit auf den Ulenspiegelübertrug, so müssen alle diese für die historische Beurtheilungwegfallen. Es kann nicht länger darauf ankommen, dass dieUniversität zu Prag erst im Jahre 1348, Erfurt erst 1378 gestiftet,1392 eingeweiht ist. Die fabelhaften Namen der Vorfahren desLandgrafen von Hessen können eben so wenig wie jene Univer-sitäten in den aus dem Pfaffen Amis übertragenen Schwänkenkritischen Anstoss erregen. Auffallend ist es allerdings, wennvon den vielleicht in dem Volksbuche angeführten päpstlichenund weltlichen Fürsten nur so sehr wenige höchstens zweioder drei mit Namen genannt werden. Selbst der Landes-herr des Helden, der Herzog von Braunschw'eig (Historie XXXVIII.