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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
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Sein Grab zu Mölln.

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spiogels Tode zu Mölln berichtet, den Leichcnslcin, linier demUlenspiegel begraben siebe, nach Lüneburg versetzt biitte, ohneeiner Dahinbringung der Leiche zu gedenken.

Es erwähnt übrigens schon die Erfurter Ausgabe vom J. 1532ausdrücklich, dass der Leiebenstein zu Molln sei, und wird jeneAngabe nur in zwei Drucken von Coin 1539 und Augsburg1540 wiederholt. Dort ist hinter der Angabe über die kurzeGrabsrhrift, wie sie 1519 verzeichnet, ist, hernach noch eine an-dere, gleichfalls aus nur zwei Zeilen bestehende, aufgeführt, dassUlenspiegel hier begrabenlehent, sich lehne. So oft mm auchder Leichenstein zu Mölln erneuert ist, so müssen wir doch an-nrlimrn, dass ein ähnlicher vorher dort war, der nur verschö-nert sein mag, durch Zeichnungen und durch AVorte. Sollte zuirgend einer Zeit die Errichtung eines solchen unwahren Lei-ehensleines blos zum Scherze von den Geistlichen und den Ge-sch women einer Kirche gestattet sein? Da nachgewiesen ist,dass der Name in der Zeit, in welcher der Grabstein gesetztsein soll, im nördlichen Deutschland vorkommt, so ist nicht zuersehen, weshalb ein Mann dieses Namens nicht nach Mölln ge-kommen und dort verstorben, auch ilnn ein Grabstein gesetztsein sollte. Der ursprüngliche Grabstein mag nur, wie die Nach-richt von 1532 angiebt, eine Eule mit einem Spiegel und einekurze Inschrift enthalten haben, das WortIclienU kann fürcc leit M , liegt, durch ein Versehen des Steinmetzen gemeisselt, unddadurch die Erzählung von der verkehrten Beerdigung entstan-den sein. Doch sind ähnliche Beerdigungen der Geschichte undSage bekannt: wie in den Erläuterungen oben bemerkt ist. Eskönnlc daher, wenn etwas Aehnliches bei der Leiche Ulenspiegelsvorbei, eine Andeutung darüber in den Leichenstein aufgenom-men sein, zu einer Zeit, welche an grotesken A'erzicrungcn derKirchen so reich ist. Es fehlt auch nicht an Beispielen vonsolchen, welche das Andenken des A 7 erstorbenen durch einenScherz zu verewigen suchten. AVohlbekannt ist des DichtersFrauenlob Denkstein zu Strassburg, auf welchem dargestellt wird,wie er von Frauen beerdigt wird. Noch passender ist es hier,zu erinnern an das hart an die Steplianskirche zu AA 7 ieu amEingänge angebaute Grabmal des Neidhart Fuchs, des Herzoges