Sei n Grab zu Mülln.
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Gedenk daran,
Der du lliust lumber galm,
Dann aufl' dieser Erden
Du mir auch kaust gleich werden.
Es ist auch ein Eyl und ein Spiegel aull' heyden ecken desSteins darauíí gehawen. 1
Die nächste Notiz über jenen Grabstein lindet sich in Me-rians Topographie von Niedersachsen, und zwar nach einerNachricht vom Jahr 1614. Doch schon dieser Stein wird alsein erneuerter angesehen. Es heisst daselbst in dem Abschnittevon Mölln : “Man weilet allliie des berühmten Eulenfpiegels, derAnno 1350 geftorben, Grab, so voriger Zeit renovirt worden.Es ifl auf des Steins beiden Ecken eine Eule und ein Spie-gel gehauwen zu feilen.” Die Grabsehrill wird dann eben soangegeben, wie von lieberer, obwohl sie unten in uiedersäch-sischem Dialecte, wie der Leser die Grabschrift hier bald lin-den wird, gelautet haben dürfte.
“Und alio ftunde es im Jahr 1614 allliie, und fcheinet nichtglaublich zu feyn, dais in dem nächsten Teutleben Krieg, obfehonMöllen denfelben auch erfahren (wie dann der Mansfelder diefesStädtlein Au. 1625 mit Accord erobert hat) etwas daran geändertworden feye; W'eil die Soldaten folcher Sachen gemeiniglich eher,als anderer wichtigem zu verfchonen pflegen.”
Aus der handschriftlichen Chronik des Doth lev Dreyer,Prediger zu Seedorf, im Jahr 1631, welche Chronik unter an-dern auch den Schelmulfsky kennt, verdanke ich der Güte desHerrn Dr. Dcecke folgende Mittheilung:
“In die fern Jahr (1350) ist geftorben der wunderbahre vndfcltzfahme Menfcli oder zu vnfen Zeiten alfo genandle vnd dergantzen Welt bekandte Luttherifche Heilige Tiel Eulenlpie-gel, eines Bauren Sohn, gebürtig aus dem Lande zu ßraun-fzweig unweit Ilehnllädt in dem Dörff Knöillingen, welcher leinLehen mit vieler fchalckheit und betrug (zugebracht), wie denein ganzes huch von ihm gefchrieben aufzweilet. Der letzteAlbern ill. in ihm aufzgangen in dem an Lübeck gehörigen Slädl-lein Möllen, lehnet dafelhft begraben an der linken feiten, wenman in die Kirchthur gehen will, wolelhfl ein holtzern Slacket