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Abhandlung über den Ulenspiegel.
meütlich auch nicht in der Liiheker, zu deren Gesichtskreise dasnahe gelegene Mölln durchaus gehörte.
Die nächste Ilindeutung eines niedersächsischen Historikersauf das bekannte Grab zu Mölln findet sich in der Mitte dessechszehnten Jahrhunderles in II ei mar Kock’s Lübscher Chro-nik in folgendem Scherze, -welchen er sich über den CardinalRaymond beim J. 1503 gestattet: cc De Kardinal is des erfteirNachts tho Mölln gebleveu. Und wen he hadde düdische fprakeyorftan vnd vom billigen leuende S. Ulenfpegels gehöret hedde,fo dar hadde geldt vorhanden gewefen — wente dar dürftet alleWalen uudt Spaniers na hedde Ulcnfpcgcl in des Pavvefteskalender kommen können.” ')
Aus diesem bitteren Spotte über die Canonisirungen derrömischen Kirche erkennt man zugleich, dass unseres frommenEulenspiegels Grab und Reliquien schon damals von Reisendenaufgesucht wurden, vielleicht schon von den Pilgern, welche, wieunten aus Delhlev Dreyers Chronik erwähnt werden wird, Re-freiung von Zahnübeln suchten.
Die älteste Reschreibung des Mollner Leichensteines scheintuns durch die Niederzeichnungen des churfürslliehen Pfalzkanzlei-Registrators Michael lieberer von Breiten erhalten zu sein.Dieser berichtet auf seiner im Jahre 1592 nach Schweden undDänemark vollbrachten Reise Folgendes 1 2 ): “Mollen ist eine kleineStadl, den Herrn von Lübeck zuständig. In diser Stadt ist indem Jahr Christi 1350 der Eylenspicgel begraben worden, des-sen Grabschrifft a uff dem Kirchhof daselbsten, stracks an derKirchen angeleinet auffgericht, mit folgender Grabschrifft zusehen.
An diesem ort ward dieser Stein aulfgehahen,
Darunder ligt Eylenspiegel begraben.
1. P. V. Kobbe a. a. 0. S. 219. Der hier bezügliche drille Tlicil derKock’schen Chronik ist zwischen 1550 65 geschrieben. 2. Siche S. 504
in dessen Aegyptiaca servitus, d. i. Warhaftc Beschreibung einer dreijährigenDienstbarkeit, So zu Alexandria in Egypten ihren Anfang etc. genommen. Mitzwo angehcnklen Reisen in Vier Königreich. Heydelberg o. .1. 4. Die Vorredeist V. J. 1610 dtitirt. Eine neue Auflage erschien 1747 zu Frankfurt unter demTitel : Der Pfälzische Robinson und Creulzbruder. 8. daselbst Th. III. S. 225.